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Werkstoffe

Verkleidungen aus Brettern und Profilbrettern

Die häufigste Verkleidungsart ist die mit sägerauen und gehobelten Brettern bzw. Profilbrettern. Wegen der Gefahr der Verwerfung wird eine maximale Breite von 12cm empfohlen. Die Dicke liegt zwischen 19 und 24mm. Übliche Brettlängen sind 4m, 4,5m und 5m.

Tipp: Aus der Sicht des konstruktiven Holzschutzes ist die senkrechte Anordnung günstiger als die waagrechte. Bei der waagrechten Verlegung ist darauf zu achten, dass die Feder immer nach oben und die Nut immer nach unten zeigt. Nur so ist ein ausreichender Schutz vor Durchfeuchtungdes Holzes gewährleistet.

Lamellenverkleidungen

Im zeitgemäßen Holzbau werden häufig auch Lamellenverkleidungen als äußerste Wandschicht eingesetzt. Sie dienen zumeist als Sonnen- und/oder Sichtschutz und sind oft großen Glasflächen vorgelagert. Sie bestehen aus waagrecht liegenden oder schräg montierten Brettern, Platten oder Leisten, die zum Teil auch aus mehrschichtig verleimten Querschnitten zusammengesetzt werden. Die Gliederung ist funktionsbedingt überwiegend horizontal. Als Unterkonstruktion kommen sowohl Holz, Aluminium als auch verzinkter Stahl in Betracht. Die Verkleidung mit Lamellen ist nämlich keine Fassade im herkömmlichen Sinne, da die Lamellen keine wasserdichte Schicht darstellen. Die tragende Wand hinter den Lamellen ist mitbewittert und muss daher wetterfest ausgeführt werden. Die Lamellenverkleidung ist von allen Seiten der Bewitterung ausgesetzt. Bei dieser wetterexponierten Lage ist mit hohen Beanspruchungen zu rechnen. Deshalb empfiehlt sich in diesem Bereich der Einsatz besonders resistenter Holzarten wie Eiche oder Lärche.

Plattenverkleidungen

Bei der Verwendung von Plattenverkleidungen aus Holz im Außenbereich soll auf einen mehrschichtigen Aufbau geachtet werden. So können Spannungsunterschiede, die auf Grund des Quell- und Schwindverhaltens von Holz unter Witterungseinflüssen entstehen, besser ausgeglichen werden. Holzwerkstoffplatten ermöglichen eine einfache und arbeitszeitsparende, flächige Fassadengestaltung. Großformate bis zu 5m Seitenlänge erlauben dabei eine stoßfreie Ausführung auch über mehrere Geschosse. Im Fassadenbereich werden auf Grund der Formstabilität und der guten technischen Eigenschaften hauptsächlich mehrschichtig verleimte Massivholzplatten oder Sperrholzplatten eingesetzt. Fallweise finden auch Furnierschichtplatten Einsatz als Fassadenelemente, wobei über deren Eignung noch keine Langzeiterfahrungen vorliegen. Die Platten können sichtbar auf Kantholzunterkonstruktionen oder unsichtbar mittels fertiger Systemlösungen befestigt werden.

Tipp: Bei Plattenverkleidungen ist unabhängig von Oberflächenschutzmaßnahmen auf konstruktiven Holzschutz, insbesondere die Ausbildung von Stößen und Fugen (Kantenschutz), größter Wert zu legen.

Schindeln

Schindeln werden aus Vollholz mit unterschiedlichen Abmessungen und Formen gespalten oder gesägt. Gespaltene Schindeln sind dabei witterungsresistenter als gesägte Schindeln. Hergestellt werden die Schindeln in Längen von120 bis 800mm und fallen in unregelmäßigen Breiten zwischen 50 und 350mm an. Der Querschnitt ist meist keilförmig.

Thermoholz

Thermoholz wird in einem speziellen Wärmeverfahren behandelt und erhält in Abhängigkeit von der Holzart, der Behandlungsdauer und der Intensität eine mehr oder weniger ausgeprägte Farbveränderung der Oberfläche. Den bisherigen Untersuchungen zufolge weist das so genannte Thermoholz eine geringere Wasseraufnahmefähigkeit und eine größere Stabilität gegenüber Verformungen auf. Da es sich beim Thermoholz um eine noch relativ neue Entwicklung handelt, liegen bisher noch keine Langzeiterfahrungen vor.

Bildnachweis

Thilo Härdtlein, Paul Ott, Robert Steiner

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