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Fenster aus Holz: Fachbegriffe

Kleines Wörterbuch rund um Fenster

Anstriche

schützen das Holz vor Verschmutzung und mechanischen Einflüssen (z. B. Schlagregen), wodurch die Erosion der Holzsubstanz verhindert wird

Austellfenster

oder Klappfenster
Die Flügel sind oben angeschlagen und öffnen unten nach außen (oder nach innen)

a-Wert

oder Fugendurchlasswert
gibt an, wieviel Luft (m3) pro Meter Fugenlänge zwischen Fensterrahmen und Fensterstock bei der Druckdifferenz von 1kp⁄ m3 pro Stunde hindurchgeht

Beschläge

sind alle mechanischen Teile, die die Öffnungs- und Schließfunktion des Fensters steuern; meist aus Metalllegierungen

Blendrahmen

Siehe Fensterstock

Brüstung

Mauerwerk unterhalb der Fensteröffnung

Einfachfenster

Fenster, das aus einem einfachen Stockrahmen und Flügeln, mit Einfach- oder Isolierverglasung versehen, besteht

Fensterbank

Äußere und innere Abdeckung der unteren Fensterbrüstung

Fensterkanteln

Aus Vollholz oder Lamellen gefertigtes und evtl. keilgezinktes Ausgangsprodukt für die Herstellung hochwertiger Holzfenster. Die Fensterkante werden vom Hersteller als ütegeprüftes Fensterbaumaterial gekauft und zum fertigen Fenster (sowohl Fensterrahmen als auch -stock) zusammengesetzt und oberflächenbehandelt

Fensterstock

Ein mit dem Mauerwerk festverbundener Rahmen, an dem ein oder mehrere Flügelrahmen beweglich angebracht sind

Fenstersturz

ist der obere, horizontal gelegene Teil der Fensteröffnung im Mauerwerk

Flügel

Ein mit dem Blendrahmen beweglich verbundener Teil des Fensters, der sich kippen⁄ drehen lässt

g-Wert

oder Energiedurchlasswert
gibt an, wieviel Strahlungswärme von außen über die Verglasung nach innen abgegeben wird

Hebe-Schiebe-Fenster

Der Flügel kann hochgeklappt und zusätzlich noch zur Seite geschoben werden

Holz-Aluminiumfenster

Dem gesamten außenliegenden Holzrahmen wird eine Aluschale vorgesetzt, die das Holz vor Bewitterung schützt

Holz-Glasfenster

beruht auf dem System des Holz-Alufensters, mit dem Unterschied, dass hier eine abgestufte Isolierglasscheibe die Holzunterkonstruktion schützt

Holz-Holzfenster

Die äußerste Nutzschicht besteht aus einer austauschbaren vorgesetzten Holzschale

Imprägnieren

Behandeln von Holz mit Holzschutzmitteln, um es gegen Feuchtigkeit und Schädlinge zu schützen

Isollierglas

besteht aus zwei oder mehreren Glasscheiben mit einer Spezialgasfüllung und einer zweifachen, wärmereflektierenden Edelmetallbeschichtung. Am Rand mit einer speziellen Dichtungsmasse luft- und feuchtigkeitsdicht versiegelt, verlötet oder verschweißt

Kastenfenster

Besteht aus zwei einfachen, mit Abstand hintereinander angeordneten und miteinander verbundenen Stockrahmen sowie Flügeln, mit Einfach- oder Isolierverglasung versehen, mit jeweils eigenem Drehpunkt und Verschlussmöglichkeit

Keilzinkung

Längsverbindung von Vollholz oder der Lamellen des Fensterkantels

Kippfenster

Die Flügel des Kippfensters sind unten angeschlagen und öffnen oben. Kippfenster werden meist als Oberlichtfenster verwendet

Klappfenster s.

Ausstellfenster

Kondensatbildung

oder Tauwasserbildung; grundsätzlich ist zu beachten, dass die Kondensatbildung sowohl auf der Raumseite als auch auf der Außenseite physikalisch und klimatisch bedingt ist. Zur Tauwasserbildung auf der raumseitigen Scheibenoberfläche kann es kommen, wenn Warmluft plötzlich an einer kalten Scheibenoberfläche abkühlt oder relativ kalte Luft mit Feuchtigkeit angereichert wird. Dies ist dadurch zu erklären, dass warme Luft wesentlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte (Schwitzwasser)

k-Wert

siehe U-Wert. Im Zuge der europäischen Normung wird europaweit in neueren Normen der Wärmedurchgangskoeffizient mit U (bisher k) bezeichnet

Lacke

bilden eine deckende einheitlich gefärbte Oberfläche, durch die die Holzstruktur farblich nicht durchscheint. Sie bieten einen sehr guten UV-Schutz und ergeben daher sehr dauerhafte Anstriche

Lamellierung

Optimierung der Holzverwendung. Das Holz wird in Brettlamellen geschnitten, nach dem Erscheinungsbild sortiert, eventuell keilgezinkt und wieder zu Fensterkanteln verleimt. So wird eine optisch hochwertige Außenzone erzeugt

Lasuren

sind Anstriche, durch die die Holzstruktur farblich erkennbar bleibt. Man unterscheidet Dünn-, Mittel- und Dickschichtlasuren. Dunkle Lasuren in Farbtönen sind i.d.R. dauerhafter als helle, da sie besseren UV-Schutz bieten

Parapethöhe

Abstand vom Fußboden bis zur Brüstung

Pflanzliche Schädlinge

Pilzsporen sind zwar immer allgegenwärtig in der Luft, sie wachsen jedoch nur unter entsprechenden Bedingungen. Ist das Holz trocken und richtig verarbeitet, kommt es kaum zu einem Befall bzw. zu einer Zerstörung. Bläuepilze zerstören das Holz nicht, sondern verfärben es nur; allerdings können Anstriche durchdrungen und beschädigt werden

Regenschiene

Metallabdeckung in unteren exponierten Teilen des Fensters, dient zum Schutz vor Hagel und Regen

Rollladen

besteht aus miteinander verbundenen Leisten oder Profilen, die auf einer Walze gelagert über dem Fenster in einem Rollladenkasten angeordnet werden. Mit Gurtzug oder elektrisch betrieben, wird der Rollladen in seitliche Führungsschienen außen vor das Fenster gebracht

Schwingfenster

Bildnachweis

David Dobler, Peter Eder, Harald Eisenberger, Damir Fabijanic, Ignacio Martinez, Edith Maul-Röder, Zita Oberwalder, Paul Ott, Randolf Riessner, Romana Ring