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Kapital wird (noch) nicht angerührt, die Zinsen schon.
Um den verschiedenen Interessengruppen noch
aufschlussreichere Daten anzubieten, wird auch mit
terrestrischen Laserscannern gearbeitet. Billig ist
die Methode nicht, flächendeckend kann sie derzeit
noch nicht zum Einsatz kommen. Zudem sind die
zu verarbeitenden Datenmengen riesig. „Wenn ich
einen Datensatz für ganz Österreich brauche, ist
der Rechner mindestens zwei Jahre damit beschäf-
tigt“, sagt Schadauer, „abstürzen sollte er auch
nicht.“ Derzeit sind für Schadauer Luftbildaufnah-
men ausreichend, Österreich wird diesbezüglich im
Satellitenbilder werden mit den Daten der Waldinventur über-
lagert. Dann wird nach spektral, also farblich ähnlichen Probe-
flächen auf dem Satellitenbild gesucht und die vorhandenen
Waldinformationen wie Baumartenanteil und Holzvorrat werden
diesen Flächen zugeordnet – wie hier für das Rosaliengebirge.
Dies nennt man k-nächste-Nachbarn-Methode. Bevor diese an-
gewendet werden kann, müssen die unterschiedlichen Beleuch-
tungsverhältnisse (Licht und Schatten auf Süd- und Nordhängen)
auf der Infrarot-Darstellung ausgeglichen werden.
Nadelwald
Laubwald
Mischwald
Schlagflächen
Farb-Infrarot-Bild des Wöllaner Nock in Kärnten: Original und radiometrisch
korrigiert.
Dreijahreszyklus überflogen. „Wir können diese
Bilder mitnützen“, sagt er. Bis
2020
, schätzt er, wird
es eine Kombination aus Laserscanning und Luft-
bildern geben.
2020
soll nach Plänen der Europäischen Weltraum-
organisation (
esa
) der
420
Millionen Euro teure
Radarsatellit „Biomass“ starten und vom All aus das
globale Waldpotenzial feststellen. Durch Radar-
strahlen, die bei den Überflügen mehrmals von der
Erde reflektiert werden, lässt sich die Höhe der
Bäume berechnen – und daraus die Biomasse und
der CO
2
-Speicher.
David Krutzler
seit
2002
Mitarbeiter der
Tageszeitung Der Standard
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Im Wald
zuschnitt
51.2013
1848
März- und Oktoberrevolution: Franz Joseph I. wird Kaiser.
Der Reichstag beschließt die Aufhebung der bäuerlichen
Untertänigkeit, nun können auch Bauern Eigentum erwerben.
1852
Gründung des Österreichischen
Reichsforstvereins
1853
erstes Reichsforstgesetz
entgeltliche Aufhebung und Ablösung aller Nutzungsrechte
1860
1850
1855
1...,9,10,11,12,13,14,15,16,17,18 20,21,22,23,24,25,26,27,28,29,...32
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