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Diplomarbeiten

Umplanung eines Bürogebäudes von Massiv- auf Holzpassiv-Bauweise
Stefan Schipke, Schwab Johannes, 2003

Ein praktischer Vergleich zwischen Betonbau und modernem Holzpassivbau. Ein bereits in Massivbauweise geplantes, schon eingereichtes Bürogebäude wurde in Holzbauweise mit Passivhausstandard umgeplant. Es wurden Statik, Ökologie und Ökonomie der beiden Bauvarianten verglichen. Da das Gebäude in Passivbauweise ausgeführt werden sollte, wurden Heizwärmebedarf, speicherwirksame Masse etc. berechnet und bei der Wahl der Bauteile berücksichtigt. Weiters wurden die einzelnen Bauelemente gegenübergestellt und mit Hilfe einer Amortisationsrechnung ökonomisch bewertet.

 Betreuer:
DI Markus Seiwald
Holztechnikum Kuchl
 

Ökologische Bewertung im Holzwohnbau
Gudrun Oswald, 2003

Das Ziel dieser Arbeit ist es, die ökologischen Potentiale der Holzbauweisen für den Wohnbau mit geeigneten Bewertungsmethoden zu erfassen und zu bewerten. Die Bewertung erfolgt durch den Vergleich der Holzleicht-, Holzmassiv- und Ziegelbauweise jeweils mit den Energiestandards für ein Niedrigenergie- und Passivhaus. Dabei wird der gesamte Lebenszyklus von der Herstellung über die Nutzung bis zur Entsorgung des Gebäudes betrachtet. Um die Wechselwirkungen zwischen den Gebäuden und Ihrer Umwelt quantitativ erfassen zu können, wird die Ökobilanzmethode verwendet. Für die Wirkungsabschätzung kommen die CML-Methode und der »Sustainable Process Index« zum Einsatz. Wegen der Komplexität des Produktes »Gebäude« muss ein Kompromiss zwischen wissenschaftlichem Anspruch und praktischer Durchführbarkeit gemacht werden. Durch Auffinden jener Lebenswegmodule, die bedeutende Umweltwirkungen verursachen, wird der Aufwand in einem überschaubaren Ausmaß gehalten und die praktische Anwendung ermöglicht. Die Ergebnisse der ökologischen Gebäudebewertung werden auf Bauteilebene und Gebäudeebene ausgewertet und analysiert. Die Untersuchungen der Bauteile inkludiert die Herstellung der Baumaterialien inklusive aller erforderlichen Transporte. Die lebenszyklusweite Betrachtung der Gebäude zeigt je nach Bauweise und Energiestandard deutliche Unterschiede in den einzelnen Lebenswegphasen. Durch eine ökologische Optimierung können die Umweltwirkungen eines Gebäudes auf Rund 30% reduziert werden.

 Betreuer:
Ao.Univ.-Prof., Mag. Dipl.-Ing. Dr.iur. Dr.techn. Peter Kautsch
TU-Graz – Institut für Industrie und Hochbau
 

Analyse des konstruktiven Holzschutzes an mehrgeschoßigen Bauten
Martin Teibinger, 1999

Änderungen der Bauordnungen in Österreich ermöglichen nun die Errichtung von bis zu drei Vollgeschoßen aus Holz. Ziel dieser Arbeit ist es, an Pilotprojekten die Ausführungen des konstruktiven Holzschutzes zu untersuchen und darzustellen.
Die Analyse fokussiert den Fenstereinbau, den Sockel- und Dachbereich, die bei einer Holzfassade relevanten Punkte sowie die Ausbildung von Stoßfugen, Eckbereich, Hinterlüftung und Befestigung. Während immerhin fünfzig Prozent der Bauten in den Sockel- und Dachbereichen korrekt ausgeführt waren, konnte lediglich ein Drittel der Objekte einen ordnungsgemäßen Fensteranschluss vorweisen. Weiters zeigte sich, dass hauptsächlich bei der Fugenausbildung der Fassaden und im sensiblen Eckbereich fehlerhafte Konstruktionen auftraten, während die Hinterlüftung und die Befestigung größtenteils konstruktiv richtig ausgeführt waren. Da oft billigen, aber problematischen Ausführungen der Vorzug gegeben wird, betont der Autor die Wichtigkeit gezielter Aufklärung über den richtigen Einsatz von Holz und setzt auf das Aufzeigen von Risiken und Mängeln, um Planern, Bauträgern und Ausführenden die Bedeutung des konstruktiven Holzschutzes zu demonstrieren.

 Betreuer:
em. O. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Helmuth Josef Resch Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Holzforschung
 

Zusammenhang zwischen Aufbringmenge und Wirkungstiefe von Holzschutzmitteln: Konsequenzen für die praktische Anwendung von Randschutzverfahren
Gerhard Gruell, 1998

Um die Wirksamkeit von chemischen Holzschutzmitteln gegen holzzerstörende Pilze bei praktisch möglichen Aufbringmengen zu untersuchen und den Zusammenhang zwischen Aufbringmenge und Wirkungstiefe zu ermitteln, wurden in dieser Arbeit Eindring- und Wirkungstiefen von wasserverdünnbaren und lösemittelhaltigen Grundiermitteln bei verschiedenen Aufbringmengen auf Fichten- und Kiefernholz bestimmt. Mit einer Borsalzlösung wurden aufgrund einer feuchtebedingten Wanderung des Wirkstoffes die höchsten Wirkungstiefen erreicht. Durch eine Erhöhung der Wirkstoffkonzentration im Holzschutzmittel bei geringeren Aufbringmengen konnten nur bedingt Verbesserungen der Wirksamkeit erreicht werden. Conclusio: Für die praktische Anwendung ist es notwendig, die Wirksamkeit von wasserverdünnbaren Holzschutzmitteln zu verbessern, um die Aufbringmengen minimieren zu können.

 Betreuer:
em. O. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Helmuth Josef Resch Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Holzforschung
 

Mehrschichtige Gebäudehüllen
Wolfgang Beyer, Rudolf Stürzlinger, 1999

Die Autoren messen der Gebäudehülle eine große Bedeutung als Schnittstelle zwischen innen und außen bei. An ausgewählten Objekten untersuchen sie die an die Hülle und ihre unterschiedlichen Schichten gestellten Anforderungen. Dabei gilt ihr Hauptaugenmerk den Hüllen in Holzbauweise. Die allgemeine Analyse wird durch eine bauphysikalische Untersuchung eines konkreten Projektes vertieft und letztendlich werden die Ergebnisse mittels anschaulicher Darstellung - Grafiken, Schaubildern und Piktogrammen - vermittelt.

 Betreuer:
Dipl.-Ing. Martin Aichholzer TU-Wien, Institut für Tragwerkslehre und Ingenieurholzbau
 

Holzschutz von Brücken
Angelika Lange, 1999

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Holzschutz im Brückenbau, vorwiegend mit den konstruktiven Maßnahmen, die zum Schutz der Tragwerke getroffen werden. Im ersten Teil werden Beispiele für angewandten Holzschutz im Brückenbau behandelt, während im zweiten Teil auf die Vorschriften in den österreichischen, deutschen und europäischen Normen für Holzschutz eingegangen wird. Abschließend wird das Tragwerk einer Brücke aufgrund der behandelten Normen beurteilt und Vorschläge zur Verbesserung des konstruktiven Holzschutzes gemacht.

 Betreuer:
O. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Richard Pischl,
Ao. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Gerhard Schickhofer, Technische Universität Graz, Institut für Stahlbau, Holzbau und Flächentragwerke
 

Kriterien zur Optimierung von Holzbrücken
Hermann Kirchmayr, 1997

Im ersten Teil der Arbeit werden hauptsächlich statische Systeme, Holzarten, Holzschutz, Wartung und Erhaltung von Holzbrücken behandelt. Im zweiten Teil sind 216 praktisch ausgeführte Holzbrückenbeispiele mit Beschreibungen dokumentiert und nach Konstruktionen und Spannweiten geordnet.

 Betreuer: O. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. DDr. Konrad Bergmeister, Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Konstruktiven Ingenieurbau
 

Moderner Holzbrückenbau aus der Schweiz
Andreas Trummer, 1996

Die vorliegende Arbeit ist der zweite Teil einer zweiteiligen Diplomarbeit mit dem Titel: Straßenbrücken aus Holz unter Miteinbeziehung europäischer und nordamerikanischer Entwicklungen. In der Schweiz ist in den letzten Jahren eine große Anzahl von Straßenbrücken aus Holz entstanden. Dieser Teil der Arbeit (Moderner Holzbrückenbau aus der Schweiz) gibt einen Überblick über die dort realisierten Projekte. Dreizehn aktuelle Beispiele werden mit Fotos, Zeichnungen und Text dokumentiert. Folgende Gruppen von Brücken sind in der Arbeit zu finden: Holz-Beton- Verbundkonstruktionen, quervorgespannte Holzplatten, Balkenlagen in Verbindung mit Furnierschichtholzplatten.

 Betreuer: Ao. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Gerhard Schickhofer, Technische Universität Graz, Abteilung für Holzbau
 

Die Verbindungstechnik im Holzbau auf der Grundlage des europäischen Normenpaketes
Alfred Wolfschwenger, 1997

Erläuterung und strukturierte Aufbereitung sowie kritische Betrachtung der Verbindungstechnik im Holzbau auf der Grundlage der zukünftigen europäischen Normenwerke. Neben den Berechnungs- und Ausführungsvorschriften werden auch die wesentlichen Einflussparameter für die Tragfähigkeit und Steifigkeit der jeweiligen Verbindungsmittel angeführt. Der Verfasser beschäftigt sich mit
_Grundlagen für Berechnung und Bemessung der Verbindungsmittel
_mechanischen Verbindungstechniken (stiftförmige Verbindungsmittel, Nagelplatten, Dübel spezieller Bauart)
_Leimverbindungen. Außerdem beinhaltet die Arbeit Brandbemessungsvorschriften und Schlussbetrachtungen des Autors.

 Betreuer: O. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Richard Pischl, Ao. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Gerhard Schickhofer, Technische Universität Graz, Abteilung für Holzbau
 

Feuchtigkeitstransport in Holz und Dauerhaftigkeit von Holzkonstruktionen
Michael Vodicka, Jänner 2000

Die Arbeit umfasst im Wesentlichen drei wissenschaftliche Aufgabenbereiche: Die Messung feuchtetechnischer Kennwerte von Vollholz und Brettschichtholz und der Vergleich mit vorhandenen Daten aus der Literatur. Die Untersuchung und Beurteilung des Feuchteverhaltens von Holzkonstruktionen anhand des Computersimulationsprogrammes wufi. Schlussendlich die Zusammenstellung der möglichen Ursachen für feuchigkeitsbedingte Bauschäden. Die Ergebnisse dieser Untersuchung stellen eine wichtige Hilfestellung für die Planung dar und sollen feuchtigkeitsbedingte Bauschäden von Holzkonstruktionen vermeiden.

 Betreuung: Univ.-Prof. Dipl.- Ing. DDr. Jürgen Dreyer und Dipl.-Ing. Dr. Thomas Bednar, Institut für Baustofflehre, Bauphysik und Brandschutz, Abteilung Bauphysik, TU-Wien
www.tuwien.ac.at
 

Deckenelement in Holz-Beton-Verbundbauweise bestehend aus einer Pfostenlage und Aufbeton mit einem formschlüssigen Verbund aus hinterschnittenen Ausfräsungen
Christian Meinhart, September 1999

Die Arbeit beinhaltet Konstruktionsvorschlag und Berechnung der Holz-Beton-Verbunddecke ohne Stahlbewehrung und Stahlverbindungsmittel. Weiters den Vergleich eigener Versuche mit einem ähnlichen Forschungsprojekt der Universität Karlsruhe. Im Speziellen wurden die Ergebnisse eines Beispiels, berechnet nach einer Differenzenmethode, mit einem Stabwerksmodell verglichen.

 Betreuung: Hon.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Hans Hartl, Institut für Stahlbau, Holzbau und Mischbautechnologie, Universität Innsbruck
www.uibk.ac.at
 

Abhaltung von Feuchteschäden im Holzbau infolge Feuchträume und Installation (Originaltitel)
Dipl.-Ing. Dr. Rudolf Pernull, Architekt, Oktober 2000

Mängel in Feuchträumen und bei Installationen sind im Massivbau bekannt und auch im Holzbau zu erwarten. Die Gefahr von Schäden durch Feuchteanfall mit Quellverformungen, Befall durch Pilze und Fäule ist im Holzbau jedoch gravierend. Der Verfasser lokalisiert Schwachstellen in Feuchträumen (Bad, wc und Küche), wie auch bei Heizungsinstallationen und Schächten. Dagegen werden ganzheitliche Maßnahmen zur Abhaltung der Feuchte erarbeitet und in Skizzen und Fotos gezeigt. Hinzugefügt werden neueste industrielle Lösungen am Sanitär- und Heizungssektor.

 Dipl.-Ing. Dr. Rudolf Pernull
T +43 (0)4282/3041