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Holzhaus - Wohnen mit Holz: Fachbegriffe

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Kleines Wörterbuch rund um Holzhäuser

Anstriche

schützen das Holz vor Verschmutzung und mechanischen Einflüssen (z.B. Schlagregen), wo- durch die Erosion der Holzsubstanz verhindert wird

Bauphysik

beschäftigt sich mit den Themen des Wärme-, Schall-, Brand- und Feuchtigkeitsschutzes im Bauwesen zur Energie- und Komfortoptimierung

Blockbauweise

Konstruktion aus horizontal gestapelten Rund- oder Vierkanthölzern, die durch konstruktive Maßnahmen an den Gebäudeecken stabil wird

Brandschutz,

baulicher Maßnahmen, die vorbeugend Brände verhindern bzw. im Brandfall die Ausbreitung des Feuers hemmen sollen; erstrecken sich von den verwendeten Baustoffen und Bauteilen über die Fluchtwegplanung hin zu Löschanlagen in Gebäuden

Brettschichtholz

Konstruktionsholz aus mindestens drei faserparallel miteinander verklebten, getrockneten Brettern oder Brettlamellen. Die Lamellen werden festigkeitssortiert und gehobelt. Es können sowohl gerade als auch gekrümmte Träger hergestellt werden

Brettsperrholz

Holzwerkstoffplatten aus mindestens drei kreuzweise verlegten, flächig miteinander verklebten bzw. verdübelten Brettlagen (Absperreffekt). Die Einzelbretter können seitenverleimt und in Längsrichtung keilgezinkt sein

Brettstapelholz

Hochkant dicht an dicht stehende Bretter, die miteinander vernagelt, verleimt oder verdübelt sind

Dampfbremse/-sperre

Schicht an der Innenseite einer raumseitigen Wärmedämmung, als Schutz gegen schädliches Kondenswasser in Bauteilen bzw. gegen eine Durchfeuchtung der Wärmedämmung und daraus resultierende Bauschäden. Meist Folien aus Kunststoff, bituminierte Pappen oder Aluminium

Dauerhaftigkeit,

natürliche Resistenz bzw. natürliche Widerstandsfähigkeit einer ungeschützten Holzart gegen Holzschädlinge, nach ÖNORM EN 350-2

Entkoppelung

Trennung von Bauteilen, um Kraft-, Wärme-, Brand- oder Schallweiterleitung zu verringern bzw. zu verhindern

Fachwerk

ebenes oder räumliches Tragwerk aus Stäben, das so zusammengesetzt ist, dass Lasten in den Fachwerkknoten angreifen und über Stablängskräfte abgetragen werden

Fertighaus

Überwiegend aus hoch vorgefertigten Bauteilen errichtet, wobei auch wesentliche Ausbauarbeiten bereits im Werk durchgeführt wurden

Fuge

Stelle eines Bauwerks, an der Bauteile zusammengefügt sind. Man unterscheidet Trennfugen, um zerstörungsfreie Bewegungen von Bau- teilen zu ermöglichen, Fugen, die ungewollt dort entstehen, wo diese Bewegungen behindert werden, und Fugen, über die Kräfte übertragen werden können

Hinterlüftung

durchgehende Luftschicht einer Konstruktion, z.B. zwischen tragender Wand und Fassadenverkleidung oder unter der Dachhaut, die von der Außenluft durchströmt wird, um Feuchtigkeit abzuführen

Holzschutz, chemischer

Anwendung von wirkstoffhaltigen Holzschutzmitteln, die einen Befall von Holz oder Holzwerkstoffen durch tierische und pflanzliche Holzschädlinge verhindern oder einen solchen Befall bekämpfen. Damit sind Holzschutzmittel klar abgegrenzt von Anstrichen

Holzschutz, konstruktiver

Umfasst alle Maßnahmen, von der Planung über die Wahl der richtigen Holzart und die Verarbeitung bis zur Konstruktion und Detailausführung, mit denen eine dauerhafte Durchfeuchtung und daraus resultierende Schäden von Holz und Holzwerkstoffen vermieden werden können

Holzwerkstoff

Werkstoffe, die durch Zerkleinern von Holz und anschließendes Zusammenfügen der Strukturelemente, evt. unter Beimengung weiterer Materialkomponenten, erzeugt werden

k-Wert

siehe U-Wert. Im Zuge der europäischen Normung wurde europaweit die Bezeichnung für den Wärmedurchgangskoeffizienten von k- auf U-Wert geändert

Leichtbauweise

Bauweise aus Baustoffen und -teilen mit geringem Raum- bzw. Eigengewicht, im Wesentlichen bestehend aus innerer und äußerer Beplankung und dämmbaren Hohlräumen in der dazwischenliegenden Konstruktionsebene

Massivholzbauweise

Blockbauweise bzw. Konstruktion aus großformatigen, plattenförmigen, tragenden Vollholzelementen

Rahmenbauweise

Konstruktionsart, bei der im Werk Rahmen aus Schwellen und Stehern hergestellt, gedämmt und beidseitig beplankt werden. Diese Elemente werden auf der Baustelle zu einem Gebäude zusammengefügt und durch Installationen, Fassaden etc. vervollständigt.

Raumklima

Beinhaltet alle Bedingungen eines Raums, von denen das Wohlbefinden und die Leistungskraft der Benutzer abhängen, und wird durch Lufttemperatur-, Luftfeuchtigkeit und -geschwindigkeit, Gehalt an Fremdstoffen in der Luft sowie Oberflächentemperatur und Lichtsituation beeinflusst

Raumzellenbauweise

Modulbauweise mit sehr hohem Vorfertigungsgrad. Ganze Raumelemente werden im Werk zusammengebaut, auf die Baustelle transportiert und dort aneinandergefügt

Rippenbauweise

Art der Rahmenbauweise, deren Fertigung fast ausschließlich auf der Baustelle erfolgt.

Schallschutz

Maßnahmen, die einerseits die Schallentstehung und andererseits die Schallübertragung von einer Schallquelle zum Hörer vermindern

Sichtqualität

bezeichnet die optische Eignung eines Rohbauelements zur sichtbaren Verwendung

Skelettbauweise

Tragstruktur eines Gebäudes, bei welchem die Lasten über ein »Skelett«, bestehend aus Stützen und Trägern, abgetragen werden. Die Gebäudehülle ist unabhängig von der Tragstruktur und ihre Herstellung erfolgt entweder auf der Baustelle oder durch vorgefertigte, nicht tragende Wandbauteile.

Spanlplatte

Platten aus gebundenen Holzspänen. Bindemittel sind z.B. Leim, Kunstharz, Zement

Tafelbauweise

Art der Rahmenbauweise mit sehr hohem Vorfertigungsgrad der Wand- und Deckenbauteile z.B. inklusive Fassade und Fenstereinbau. Übliche Bauweise der Fertighausindustrie.

Traglwerk

Tragende Konstruktion, die angreifende Lasten in Fundamente bzw. andere Konstruktionen weiterleitet

Trockenbauweise

Ohne Verwendung von Wasser trocken errichtete Bauwerke und Bauteile

U-Wert

Wärmedurchgangskoeffizient, der angibt, welche Wärmemenge pro Quadratmeter durch einen Bauteil verloren geht, wenn die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen 1°Celsius (= 1 Kelvin) beträgt

Vergrauung

Optische, nicht jedoch zerstörende Veränderung von bewitterten Holzoberflächen

Vorfertigung

Verlagerung der Arbeit von der Baustelle in die Werkstatt, um Bauteile unter gleichbleibenden Bedingungen effizienter herstellen zu können

Wärmebrücken

Bereiche in Bauteilen, die eine geringere Wärmedämmung aufweisen als die sonstige Hülle eines Gebäudes und daher Wärmeverluste verursachen

Wärmedämmung

Maßnahmen zur Verringerung von Wärmeverlusten von Bauteilen oder Gebäuden, z.B. Verkleidung mit Dämmstoffen

Wärmedurchgangs- koeffizient

siehe U-Wert

Wärmeleitfähigkeit</dt

gibt an, welche Wärmemenge in einer bestimmten Zeiteinheit und bei einem bestimmten Temperaturunterschied durch eine definierte Fläche strömt

Winddichtung

Dicht verklebte bzw. verlegte Schicht (z.B. Kunststoffbahnen, Weichfaserplatten), die auf der kalten Seite der Wärmedämmung liegt und verhindert, dass im Winter kalte bzw. im Sommer heiße Luft von außen durch die Dämmung ins Innere eines Gebäudes dringt