Inhalt

CO2-Langzeitspeicher

Bauwerke aus Holz sind CO2-Langzeitspeicher

Fassaden aus Holz - © Hertha Hurnaus

Bauen mit Holz macht in jeder Hinsicht großen Sinn: Holz steht in unseren Breiten praktisch überall vor der Haustüre zur Verfügung, es ist ein natürlicher und nachhaltiger Rohstoff, der kontinuierlich nachwächst. Und es wächst mehr nach, als geerntet wird – in Österreich alle 40 Sekunden (!) übrigens soviel, dass daraus ein Holzhaus gebaut werden könnte. Ein Kubikmeter Holz in jeder Sekunde! Täglich wären das 2160 Häuser – in einem Jahr Holz für 788.400 Häuser... ein Gedankenspiel, das aber durchaus einen Bezug zur Realität hat: Untersuchungen der Universität Hamburg haben gezeigt, dass ein einziges Holzhaus bis zu 30 Tonnen CO2 speichern kann. Bezogen auf das Rechenbeispiel wären das alleine in Österreich fast 24 Millionen Tonnen CO2! Wenn man bedenkt, dass das Klimaziel Österreichs seit 2008 bei 30 Millionen Tonnen liegt, wird schnell klar, dass Holz der einzig nachhaltige Bau- und Werksstoff ist.

Bau- und Werkstoff der Gegenwart: Holz
Aus Holz lassen sich nicht nur Wohnhäuser bauen: mehrgeschossige Gewerbe und Freizeitbauten, Hallen mit riesigen Spannweiten, Brücken etc. Ein österreichisches Unternehmen ist sogar gerade dabei, ein bis zu 20 Geschosse hohes Holzhaus zur Serienreife zu bringen. Die Grenze: der Himmel – in mehrfacher Hinsicht. Denn nicht nur Bäume, auch verbautes Holz speichert CO2. Und ist auch anderen Gründen gut für die CO2 Bilanz: kurze Transportwege und geringe Energieaufwände bei der Herstellung (anders als z.B. Stahl, Zement oder Aluminium) ebenso wie die volle Recyclierbarkeit in mehreren Kreisläufen. 

Außerdem ist Holz ist der leichteste Baustoff, der bei guten Wärmedämmeigenschaften gleichzeitig so hohe Festigkeiten aufweist, dass man ihn für tragende Teile verwenden kann. Holz ist daher in jeder Beziehung aus ökologischer und ökonomischer Sicht der Bau und Werkstoff der Wahl. 

Positive Bilanz:
Bauen mit Holz ermöglicht es, die CO2-Bilanz eines Gebäudes über alle drei seiner Lebenszyklen gering zu halten:

Phase 1: in der Produktion – also die „Ernte“, die Bearbeitung (Sägen, Oberflächenbearbeitung, Zusammenbau etc.), der Transport zur Baustelle  - der Energieaufwand (die sogenannte „graue Energie“) ist weitaus geringer als jener der anderen Materialien. Kein anderes Baumaterial benötigt zu seiner Herstellung weniger Energie und stößt damit wenig CO2 aus.

 „Jeder Kubikmeter Holz, der als Ersatz für andere Baustoffe dient, reduziert die CO2-Emissionen in der Atmosphäre um durchschnittlich 1,1 t CO2, Wenn man dies zu den 0,9 t CO2 hinzufügt, die im Holz gespeichert sind, werden mit einem Kubikmeter Holz insgesamt 2 t CO2 eingespart.“ so Prof. Frühwald von der Universtität Hamburg. Demnach würde eine Steigerung des Anteils an Häusern in Holzbauweise um 10 Prozent in Europa eine Verringerung der Kohlenstoff-Emissionen um 1,8 Millionen Tonnen bedeuten (das entspricht zwei Prozent CO2- Emissionen Europas).

Immer noch in dieser ersten Phase kann veranschaulicht werden, was der Baustoff Holz alles an CO2  einsparen kann: eine Hauswand in Holzrahmenkonstruktion zum Beispiel spart bei deren Herstellung bis zu 50 Prozent des Primär-Energiebedarfs im Vergleich mit einer herkömmlichen Ziegel- oder Betonwand. Dabei ist noch gar nicht berücksichtigt, dass Holz bei seiner Enstehung ausschliesslich Sonnenenergie benötigt. In Zahlen ausgedrückt: Eine Wand aus Ziegel oder ein Schwerbetonblock emittieren 5 Tonnen CO2 pro 50 Quadratmeter Wand, eine Holzrahmenkonstruktion mit einer Schalung aus Weichholz hingegen emittiert nur 1,5 Tonnen CO bei gleich großer Fläche. 3,45 Tonnen CO2 können somit bei nur 50m2 Fläche eingespart werden!

Im Gesamtkontext bedeutet das: eine Erhöhung des Anteils an neugebauten Wohnungen aus Holz in Österreich von derzeit sechs auf 25 Prozent hätte bereits weitreichende Folgen: Drei Prozent der zur Erreichung der Kyoto-Ziele notwendigen Reduktionen könnten so eingespart werden. Man sieht: das im ersten Absatz erwähnte Gedankenspiel ist nicht so utopisch, wie es auf den ersten Blick erscheint.

In der zweiten Phase – also der Nutzung - die den Energieverbrauch, die Wärmeeigenschaften und die Instandhaltung eines Gebäudes einschließt, wird mit Holz als Baustoff Energie und dadurch Emissionen eingespart: durch die spezifische Zellstruktur des Holzes und seiner dadurch hohen Dämmungs- und Isoliereigenschaften, wird über die gesamte Lebensdauer des Baus Engergie eingespart. Laut ÖNORM B 2320 liegt diese Nutzungsdauer bei mindestens 100 Jahren!

CO2 Speicher auf lange Sicht
Man sieht - wer bei Holz kurzfristig denkt, liegt falsch. Denn unter „kurzfristig“ verstehen Baufachleute bei Holz eine Lebensdauer von bis  zu 250 Jahren und mehr. Wird Holz richtig in der Konstruktion eingesetzt und verbaut,  ist es extrem dauerhaft und benötigt in vielen Fällen - vor allem unter Dächern und in Innenräumen - keinerlei chemischen Schutz vor Einflüssen. Die natürliche Widerstandsfähigkeit verschiedener Holzarten ermöglicht eine lange Lebensdauer des jeweiligen Bauwerkes. Und in jedem Stück verbauten Holz ist CO2 als Kohlenstoff gebunden und gelangt solange nicht in die Atmosphäre, bis das Holz im  letzten Recyling-Schritt thermisch verwertet wird.

Und ein Holzhaus das nach vielen Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten der Nutzung demontiert wird, hinterlässt nicht unverwertbaren Schutt, sondern nutzbares Holz.  Einzelne Bauteile oder Elemente, z.B. Balken, können wieder verwendet werden, Restholz wird einer energetischen Nutzung zugeführt. Bei der Verbrennung wird wieder nur jene Menge an CO2 frei, die im Holz gebunden war – der natürliche Kohlenstoffkreislauf schließt sich.

Holzistgenial SujetAnzeigensujet Holzistgenial-Kampagne "Bauen mit Holz hält CO2 fest - Einfamilienaus"

 

 

 

BILD!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

Edition Fenster aus Holz
Edition Häuser aus Holz
Praktischer A4-Ratgeber mit den wichtigsten Erstinformationen zum Thema Häuser aus Holz. Zu bestellen im proHolz-Shop.

Klimawandel Brochüre
Dem Klimawandel mit Holz entgegen

Diese Publikation trägt zu einem besseren Verständnis der Umweltvorteile, die durch eine verstärkte Nutzung von Holz und Holzprodukten gegeben sind, bei.