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energiesparend - Niedrigenergie- und Passivhäuser

Der Baustoff mit Plus-Energie-Bilanz

© Ignacio Martinez

Passivreihenhaus Falkenweg, Dornbirn/A

Holzbauten haben insgesamt eine gute Energiebilanz: Holz ist ein Baustoff, der für seine Erzeugung keine fremde Energie benötigt. Und für die Verarbeitung zu Werkstoffen muss vergleichsweise wenig Energie aufgewendet werden. Damit ist Holz anderen, energieintensiven Baustoffen wie Beton, Stahl und Ziegel deutlich überlegen. Holzprodukte sind Plus-Energie-Produkte: Sie enthalten mehr gespeicherte (Sonnen-) Energie, als zu ihrer Herstellung und Entsorgung nötig ist.

Energie sparen: Niedrigenergie- und Passivhäuser

Der sorgsame Umgang mit Energie ist heute eines der wichtigsten Ziele beim Hausbau. Holz ist dafür ein idealer Baustoff; Holz besitzt hohe Wärme dämmende Fähigkeiten und bietet einfache konstruktive Möglichkeiten mit zusätzlicher Wärmedämmung. Deshalb sind auch sehr viele Holzbauten so genannte Niedrigenergiehäuser.

Niedrigenergie- und Passivhäuser zeichnen sich durch besonders hohen Wohnkomfort und minimale Energiekosten aus. An ihrer Südseite öffnen sie sich meist zur Sonne und schotten sich im Norden gegen die Kälte ab. In der Porenstruktur des Holzes sind unzählige Wärmepuffer eingelagert. Diese sorgen auch in strengen Wintern für angenehm warme Wände und mehr Behaglichkeit im Haus. Je weniger Energie verbraucht wird, umso weniger muss zugeführt werden. Ab einem Energieverbrauch von unter 15 kWh/m²/Jahr spricht man vom Passivhaus, und das kann auf ein konventionelles Heizsystem völlig verzichten.

Holzkonstruktionen vereinen die tragende und die Wärme dämmende Funktion in sich. Während das Holz die statischen Aufgaben übernimmt, minimiert die Wärmedämmung die Energieverluste des Gebäudes. So erreichen Holzhäuser mit schlankeren Wandkonstruktionen bessere Dämmwerte als Massivhäuser aus anderen Baustoffen. Die Dämmwirkung einer 10 cm dünnen Massivholzwand entspricht der einer 160 cm dicken Betonwand! Niedrigenergiehäuser aus Holz werden weitgehend in den Hallen der Holzbetriebe vorgefertigt und auf der Baustelle in kurzer Zeit montiert. Weil überwiegend trockene Materialien wie Holz, Gipskarton- oder Gipsfaserplatten und Trockenestrich verwendet werden, kommt keine Baufeuchte ins Haus. Es ist sofort beziehbar und bietet von Anfang an gesundes Raumklima. Ein Niedrigenergiehaus aus Holz garantiert Behaglichkeit für die ganze Familie und viele Generationen.

Holzheizung: bequem - ökonomisch - ökologisch

Das Verbrennen von Holz ist CO2-neutral. Während bei der erst rund 300 Jahre alten Nutzung fossiler Rohstoffe jene Mengen CO2 freigesetzt werden, die von der Natur während Jahrmillionen in den Öl- und Kohlelagerstätten gespeichert wurden, wird beim Einsatz nachwachsender Rohstoffe nicht mehr CO2 abgegeben, als die Pflanzen während ihres natürlichen Wachstums aufgenommen haben. Somit wird der verstärkte Einsatz von Biomasse zur wichtigsten Maßnahme der Klimaschutzpolitik. Die Versorgung mit Holz ist in Österreich gesichert. Jedes Jahr wächst mehr Holz zu als geerntet wird. Die derzeitige Brennholznutzung von 3,0 - 3,5 Mio. Festmeter könnte problemlos verdoppelt werden, ohne die Nachhaltigkeit der Produktion zu beeinflussen. Die Wertschöpfung bleibt im Land, Arbeitsplätze werden gesichert. Heizen mit heimischem Holz wirkt sich überdies positiv auf die Handelsbilanz aus. Fossile Energieträger belasten diese mit über vier Milliarden Euro im Jahr.

© Marcel Bachmann

© Marcel Bachmann

Innen- und Außenwände nach Einbringung der Wärmedämmung (Holzwolle)

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