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Garten - Fachbegriffe

Anstriche

schützen das Holz vor Verschmutzung und mech-anischen Einflüssen (z. B. Schlagregen), wodurch die Erosion der Holzsubstanz verhindert wird

Dauerhaftigkeit, natürliche

Resistenz bzw. natürliche Widerstandsfähigkeit des Holzes gegen Holzschädlinge. Nach ÖNORM EN 350-2 bei Pilzen Resistenzklassen: 1 sehr dauerhaft, 2 dauerhaft, 3 mäßig dauerhaft, 4 wenig dauerhaft, 5 nicht dauerhaft; bei Insekten S, SH auch Kernholz anfällig

Frühholz

Die meist hellere und weichere Schicht eines Jahrrings, die zu Beginn einer Wachstumsperiode entsteht und meist bei Nadelhölzern besonders deutlich ausgebildet ist

Gerbsäureflecken

Bei einigen Hölzern, z. B. Eiche, kann es zu Reaktionen mit Eisen und Metallen kommen, die sich in Holzverfärbungen abzeichnen

Hirnholz

Auch Stirnseite; nennt man die quer zur Faser liegenden Holzschnittflächen mit den sichtbaren Jahrringen

Harzgallen

Auch Harztaschen; große, flach linsenförmige, mit den Jahrringen gleichlaufende harzgefüllte Spalten im Nadelholz

Imprägnieren

Behandeln von Holz mit Holzschutzmitteln, um es gegen Feuchtigkeit und Schädlinge zu schützen

Instandhaltung/dt>

Je nach Oberflächenbehandlung sind unterschiedliche Wartungsintervalle vorzusehen

Jahr(es)ringe

Auch Zuwachszonen; klimatisch bedingte und sich wiederholende ringförmige Zonen im Querschnitt sichtbar, bestehend aus Früh- und Spätholz. Entstehen die Zonen jährlich, werden sie als Jahrringe bezeichnet

Kernholz

Innerer Teil des Stammes, der im Gegensatz zum Splintholz keine wasser- und nährstoffleitende Funktion mehr hat; fester, schwerer, widerstandsfähiger und dunkler als das Splintholz

Kesseldruckimprägnierung

Holzschutzverfahren, bei dem das Imprägniermittel in einem Glossar zum Thema Holz im Garten Kessel unter hohem Druck in das Holz gepresst wird, um das Splintholz möglichst gleichmäßig und tief damit zu tränken

Kunststoffpads

Unterlagen zur Erleichterung des Abtrocknens der Traglatten zum Untergrund

Holzschutz, chemischer

Anwendung von wirkstoffhaltigen Holzschutzmitteln, die einen Befall von Holz oder Holzwerkstoffen durch tierische und pflanzliche Holzschädlinge verhindern oder einen solchen Befall bekämpfen. Damit sind Holzschutzmittel klar abgegrenzt von Anstrichen

Holzschutz, konstruktiver

Umfasst alle Maßnahmen vom Entwurf über die Verarbeitung bis zur Konstruktion und Detailausführung, mit denen eine dauerhafte Durchfeuchtung und daraus resultierende Schäden des Holzes und von Holzwerkstoffen vermieden werden können. Dazu zählt z. B. ein Vordach oder ein ausreichender Bodenabstand als Schutz vor Erdkontakt und Spritzwasser

Lacke

bilden eine deckende, einheitlich gefärbte Oberfläche, durch die die Holzstruktur farblich nicht durchscheint. Sie bieten einen sehr guten UV-Schutz und ergeben daher sehr dauerhafte Anstriche

Lasuren

sind halbtransparente Anstriche, unter denen die Holzstruktur erkennbar bleibt. Man unterscheidet Dünn-, Mittel- und Dickschichtlasuren (für den bewitterten Außenbereich nicht geeignet). Lasuren in dunklen Farbtönen sind i. d. R. dauerhafter als helle, da sie einen besseren UV-Schutz bieten

Maserung

Auch Textur bzw. Flader; Zeichnung des Holzes

MH

Herstellergemeinschaft MH MassivHolz Austria; www.mh-massivholz.at

Nachdunkeln

siehe Verfärbungen

Oberflächenbehandlung

Beschichtung der Holzoberfläche durch (farbige) Lasuren bzw. Lacke zum Schutz vor Abwitterung der Holzoberfläche v. a. aus gestalterischen Gründen

ÖHU

Österreichische Holzhandelsusancen; regeln die Qualität und den Handel von Rund- und von Schnittholz; www.holzindustrie.at

ÖNORM

ÖNORM B 4074-1 bzw. Teil 5 gilt für tragende Bauteile und die Sortierung nach Tragfähigkeit, ÖNORM B 7215 definiert Sichtqualität bei Bauschnittholz, ÖNORM B 3802-2 regelt den Holzschutz; www.on-norm.at

Pigmente

Pigmente sind feinstverteilte, pulverförmige, unlösliche Farbmittel

Pflanzliche Schädlinge

Pilzsporen sind in der Luft zwar allgegenwärtig, Pilze entstehen jedoch nur unter entsprechenden Bedingungen. Ist das Holz trocken und richtig verarbeitet, kommt es kaum zum Befall bzw. zur Zerstörung. Bläuepilze zerstören das Holz nicht, sondern verfärben es nur; allerdings können Anstriche durchdrungen und beschädigt werden

Quellen und Schwinden

Holz ist hygroskopisch, es quillt bei Feuchtigkeitsaufnahme, schwindet bei Feuchtigkeitsabgabe und verändert dabei Maß und Form. Die Folge sind Fugen oder Risse bzw. Ausdehnungen oder Aufwölbungen

Sortierung

Qualitätsunterschiede bei Holz und Holzwerkstoffen, die auf Erscheinungsbild, Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit Einfluss haben. Sortierbestimmungen und ÖNORM definieren zulässige Merkmale wie z. B. Astgrößen

Spätholz

Abschluss einer Zuwachszone bzw. eines Jahrringes, der auf das Frühholz folgt. Bei Laubhölzern meist porenärmer und bei Nadelhölzern besonders dunkle und harte Zone

Splintholz

Äußerer, zwischen der Rinde und dem Kernholz liegender Teil des Stammes. Im Splintholz erfolgen die Wasserspeicherung und der Nährstofftransport, hoher Feuchtegehalt. Es ist empfindlich für Pilz- und Insektenbefall und normalerweise auch bei dauerhaften Holzarten ohne Imprägnierung nicht von hoher Beständigkeit

Thermoholz

Holzmodifikation; mit speziellen Wärmeverfahren behandeltes Holz (z. B. Esche oder Fichte), das danach über erhöhte Dauerhaftigkeit, Witterungsbeständigkeit, Schädlingsresistenz und Dimensionsstabilität sowie geringere Ausgleichsfeuchtigkeit, Rohdichte, Elastizität und Tragfähigkeit verfügt. Gute Eignung für bewitterte Flächen wie Terrassenböden, wegen der Sprödigkeit nicht jedoch für tragende Bauteile. Befestigungen sind vorzubohren

Tierische Schädlinge

Insektenlarven wie die des Gewöhnlichen Nagekäfers („Holzwurm”) nutzen Holz als Lebensraum und Nahrungsquelle. Der Befall kann zur völligen Zerstörung des Holzes führen

UV-Schutz

Das UV-Licht der Sonne verändert die Holzoberfläche und baut Holzsubstanz ab. Pigmente der Anstriche (Lacke, Lasuren) verhindern den Abbau. Farblose Beschichtungen (Klarlacke) gewährleisten keinen ausreichenden UV-Schutz.

VEH

Verband der Europäischen Hobelindustrie; www.veuh.org

Verfärbungen durch Licht

Die meisten Hölzer dunkeln nach, helle Hölzer vergilben. Bei Bewitterung tritt zusätzlich Vergrauung auf

Vergrauung

Verwitterung; zerstört das Holz nicht, verändert aber durch Ligninabbau aufgrund von UV-Lichteinwirkung und Auswaschung (Regen) seine Optik. Es dunkelt nach, wird fleckig bzw. vergraut

Wood Plastic Composites (WPC)

Holzmodifikation; Verbindung von Holzfasern bzw. -partikeln mit Kunststoffmatrix (z. B. Thermoplaste), im Extrusions- oder Spritzgussverfahren hergestellt. Besonders hohe Formenvielfalt und Dauerhaftigkeit. Gute Eignung für bewitterte Flächen wie Terrassenböden und Zäune sowie bei Ersatzprodukten für kesseldruckimprägnierte Hölzer