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Holzbauten

Der Klick zur Architektur

Tafeln der Tripitaka Koreana in Südkorea

Religion: Mahayana-Buddhismus

Aus Angst vor einer Invasion durch die Mongolen ordnete König Gojong um 1230 an, alle buddhistischen Texte auf Holzplatten zu schnitzen. Er ­erhoffte sich dadurch den Beistand Buddhas. Man legte die Bretter aus ­Birnen- und Kirschbaumholz in Salzwasser und trocknete sie drei Jahre lang. Über 80.000 Druckplatten wurden so über zwölf Jahre hinweg gefertigt und beschriftet. ­Obwohl dies spiegelverkehrt zu geschehen hatte, gelten die Tafeln als fehlerfrei. Im 15. Jahrhundert brachte man diese ­Tafeln, die so genannte Tripitaka Koreana, auf den Berg Kaya, wo im Haeinsa-Tempel dafür ­vier Lagerhallen ­errichtet worden waren. Diese Hallen zeichnen sich durch eine funktionale, besonders schlichte Schönheit aus. Dank eines natürlichen, aber ausgeklügelten Belüftungssystems, das für einen konstanten Luftzug und damit für eine für das Holz optimale Luftfeuchtigkeit und Temperatur in den Hallen sorgt, sieht man den Holzplatten ihr Alter bis heute nicht an.

Kategorie: Sakralbauten