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Landbaukulturpreis 2026

Preis für Hühnerstall

proHolz Kärnten
Von links: Jutta und Horst Neuhauser, Thomas Winkler mit Annkathrin, Stefan Schiltz, Rainer Roth, Heike Schiltz, Nadine Winkler mit Marilena, Friedrich Graf zu Rantzau, Christian Jürgensmann, Jenna Prahl, Benedikt und Ellen Reckert mit Silas und Clara, Alexander Poetzsch, Dominik Marx, Maximilian Hartinger, Hubertus Beringmeier, Dr. Ludger Schulze Pals, Ines Streit, Dr. Carsten Benke, Christina Roßgoderer, Gabriele Blömker, Anne Keßler, Malte Schwerdtfeger, Isa von Bismarck-Osten, Petra Uhle
Der Hühnerstall bei Millstatt der Architekten Hohengasser und Wirnsberger gewinnt den deutschen Landbaukulturpreis 2026.

Die ausgezeichneten Objekte stehen für kreative Ideen, nachhaltiges Bauen, einen respektvollen Umgang mit den bestehenden Gebäuden sowie eine perfekte Einbindung in die umgebende Landschaft bzw. in die bestehende Ortsstruktur.

Ein aus Holz neu errichteter Hühnerstall in Millstatt am See (Kärnten, Österreich), die behutsame Sanierung eines denkmalgeschützten Bauernhauses von 1601 in Tiefenbach (Niederbayern), ein zu Wohnungen umgebauter ortsbildprägender Hof im Dorfzentrum von Wolfersdorf (Oberbayern) sowie eine zu Wohnzwecken umgebaute Scheune einer Wassermühle in Dudeldorf (Eifel, Rheinland-Pfalz) - das sind die vier Gewinner des Landbaukultur-Preises 2026 der Stiftung Landwirtschaftsverlag Münster. Hubertus Beringmeier, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung und Anne Keßler vom Bundesbauministerium überreichten die Preise heute in der saarländischen Landesvertretung in Berlin an die Bauherren und deren Architekten.

Insgesamt bewarben sich 79 Bauherren und -frauen aus Deutschland und Österreich mit ihren Objekten um die Auszeichnung. „Die Qualität der eingereichten Objekte war bei der sechsten Ausschreibung des Wettbewerbs so hoch wie nie“, freut sich die Juryvorsitzende Susanne Wartzeck, bis Ende des Jahres 2025 Präsidentin des Bundes Deutscher Architekten (BDA), über das Ergebnis der Ausschreibung. Wartzeck leitete die insgesamt achtköpfige Fachjury aus fünf Architektinnen und Architekten sowie drei Vertreterinnen und Vertretern aus den Bereichen Landleben und Landwirtschaft.

Prämiert wurden am Ende sechs Objekte (zwei Neubauten und vier Umbauten). Die insgesamt 30.000 € Preisgeld verteilten sich auf vier Preise (jeweils dotiert mit 6.000 €) und zwei Anerkennungen (jeweils 3.000 € Preisgeld). Fünf Preisträger stammen aus Deutschland und einer aus Österreich.

Die prämierten Objekte überzeugten die Jury vor allem deshalb, weil sie eine zeitgemäße und wirtschaftliche Nutzung alter Bausubstanz ermöglichen, das Dorfbild neu beleben und sich als Neubauten bestens in die umgebende Kulturlandschaft einpassen. „Es hat die Jury beeindruckt, wie kreativ und zugleich zurückhaltend respektvoll die Eigentümer und Architekten mit der historischen Bausubstanz umgegangen sind und bei der Auswahl der Baumaterialien und bei der Bauausführung die Anforderungen des Umwelt- und Klimaschutzes berücksichtigt haben“, erklärt Susanne Wartzeck.

„Der ländliche Raum bildet eine der Grundlagen für die Schaffung neuen Wohnraums und neuer Begegnungsorte. Der Landbaukultur-Preis würdigt diese Leistungen“, sagte Bundesbauministerin Verena Hubertz in einer Video-Botschaft bei der Preisverleihung. „Es werden regionale Baustoffe und traditionelle Bauweisen mit modernen Ideen und innovativen Methoden kombiniert. So entstehen prämierte Bauwerke, die nicht nur die Landschaft bereichern, sondern konkret auf die Bedürfnisse vor Ort eingehen, die Ortsentwicklung voranbringen und das soziale Miteinander stärken. Das unterstütze ich als Schirmherrin sehr gern.“

 

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