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Kunst

Kunst trifft Holz

Clegg & Guttmann

Das Künstlerduo Michael Clegg und Martin Guttmann setzt sich mit gesellschaftlichen Strukturen, Machtverhältnissen und deren historischen Hintergründen auseinander. Die Installation »Humiliation« bezieht sich auf die Geschichte ihres Standortes, auf den Graben in Wien.

Dan Peterman

1986 begann Dan Peterman, der gerade sein Kunststudium abgeschlossen hatte, im Resource Center zu arbeiten, und bezog zeitgleich ein Atelier im Gebäude. Mit der Weiterverarbeitung von recycelten Materialien setzt er seither Prozesse in Gang, die dem scheinbar Wertlosen wieder eine Bedeutung und Funktion zuschreiben.

Thomas Hirschhorn

Die ephemeren Installationen des Schweizer Künstlers Thomas Hirschhorn fallen zunächst durch ihre dichte, überbordende Materialakkumulation auf.

Jorge Pardo

Der Kubaner Jorge Pardo widmet sich in seinen Arbeiten den Errungenschaften der klassischen Moderne und der Architektur. Bei seinem "Untitled (Sunroom)" schnitt er mit einer CNC Maschine ornamentale Muster in die Sperrholzplatten.

Theaster Gates

Der Afroamerikaner Theaster Gates verkörpert einen neuen Typus Künstler, der den Begriff der Mehrfachrollen im Kunstbetrieb weiter ausdehnt als jeder andere seiner Kollegen.

HygroSkin – ein klimasensitiver Pavillon, Orleans

Die Öffnungen des klimasensitiven Pavillons aus Sperrholzpaneelen öffnen oder schließen sich in Relation zur Höhe der Luftfeuchtigkeit.

Pierre Huyghe

2008 verwandelte der französische Künstler Pierre Huyghe die Konzerthalle des Sydney Opera House für 24 Stunden in einen subtropischen Regenwald.

»Scheiterturm/Log Tower«, Kartause Ittingen, Schweiz

Der japanische Künstler Tadashi Kawamata schichtete zum Trocknen gelagerte Holzscheite vor der Kartause Ittingen zum temporären Kunstobjekt »Scheiterturm/Log Tower«.

Seitenware Pure Vorfertigung

Die Installation der Architekten Helen&Hard verbindet Handwerk und digitales Design: Die Eschenrinde der Außenseiten bleibt unbearbeitet, die Innenflächen sind computergeneriert.

Lois Weinberger

Der Tiroler Lois Weinberger arbeitet mit vorgefundenen Materialien aus der dörflichen Umgebung. Wie in der Arbeit „Baumfest“ verbindet er Elemente der Volkskunst mit zeitgenössischer Formensprache.

Karla Black

Karla Black arbeitet in ihren Installationen mit ungewöhnlichen Materialien, wie Seife, Zellophan oder Gesichtspuder. In ihrer Arbeit „Empty Now“ füllte sie den Ausstellungsraum mit 17 Tonnen Sägemehl.

Phyllida Barlow

Es sind die städtischen Signale wie Schilder, Litfaßsäulen oder Absperrungen, die Phyllida Barlow nachbildet und zu monumentalen Skulpturen u.a. aus Holz, Zement, Stoff oder Sperrmüll zusammensetzt.

Paul Renner

Paul Renners temporäres »Theatrum Anatomicum« vor dem Kunsthaus Bregenz, eine 12 m hohe, 24 m lange und 16 m breite Holzrippenkonstruktion, bot 2007 133 Personen Platz, den Vorstellungen beizuwohnen.

Seitenware - poolbar Festivals Wien und Feldkirch poolbar Festivals Wien und Feldkirch

2012 stand das Festival im Zeichen von Holz: Zunächst eine Skulptur aus Fichtenhölzern, sodann eine Installation aus industriell gefertigten Schalungstafeln.

Seitenware - Red Bull Music Academy Red Bull Music Academy

2011 fand das jährliche Event in einem ehemaligen Schlachthof in Madrid statt. Der Umbau in Holz bot trotz des begrenzten Budgets große bauliche Vielfalt.

Martin Boyce

Die Installationen des schottischen Künstlers erinnern an Traumsequenzen, in denen die Grenzen zwischen Außen- und Innenraum aufgehoben werden und das Gefühl für zeitliche und räumliche Verortung verloren geht.

Alfred Haberpointner

Haberpointners künstlerisches Material ist das Holz - ein natürlicher Körper, dem der Künstler in einem Prozess zusetzt, dessen Oberfläche er verändert, schindet, zerstört und zu einer neuen Ordnung überführt.

beim "sidewalk" Tadashi Kawamatas zeitgebundene Irritation

Das Material des japanischen Künstlers Tadashi Kawamata ist Holz: altes, bereits gebrauchtes Holz, mit Spuren der Verwendung und des Verfalls.

Der Raum, die Fläche und das Holz Objekte von Hubert Matthias Sanktjohanser

Der deutsche Tischler Hubert Matthias Sanktjohanser nimmt Holz für seine Möbel, weil es am geeignetsten ist, um einen bestimmten Zweck zu erfüllen.

Ernst Gamperl

Für Gamperl ist Holz eine Herausforderung. Er weiß, dass er nur im Dialog mit dem lebendigen Material arbeiten kann, dass er dem Holz nie eine Form abzwingen kann, er kann sie nur erkennen und herausarbeiten.

Johann Feilacher

Johann Feilacher schuf mit seiner monumentalen Figurengruppe ein neues Wahrzeichen für das Kärntner Rosental. Grob behauen und teilweise ausgebrannt steht die Holzskulptur auf einem Freigelände bei Maria Rain.

Golser, Kandut, Pliem und Rubin

Holz ist für Egon Rubin Energieträger und somit Basis für einen Dialog zwischen Künstler und Material. Rubin ist einer der vier Bildhauer, die für den Villacher Hausberg, den Dobratsch, Skulpturen aus Holz geschaffen haben.

Rita McBride

Aus Rattan ist die Außenform der Arbeit „Toyota“ gebogen. Die Handwerklichkeit der mit Bast zusammengebundenen Elemente kontrastiert die hochentwickelte Technik des originalen Vehikels.

Volker Giencke

„Red Room“ war ein von Architekt Volker Giencke schiefwinklig verformter Raum aus Fichtenholzbrettern, der wie eine schnell gezeichnete »Raumskizze«, diesen besonderen Raumtypus umgehend erlebbar machte.

Christian Bartel

Christian Bartel steht mit seinen Arbeiten aus gesägtem Bauholz in der österreichischen Gegenwartskunst für eine Position, die den Skulpturenbegriff um die Qualität eines subtilen „Machtverzichts“ bereicherte.

Andy Goldsworthy

Goldsworthy arbeitet mit Materialien, die er in der Natur vorfindet. Holz ist dabei für ihn kein Werkstoff, sondern Fundstück, das er z. B. aufeinanderschichtet, ineinandersteckt, verkeilt oder mit Stielen verbindet.

Fridolin Welte

Dem Objekt o.T. sieht man die Art und Weise seiner Herstellung an. Ein Baumstamm wird ausgewählt, abgelängt, aufgesägt und zuletzt durch eine rationale Ordnung der Elemente wieder zusammengesetzt.

Joseph Beuys

Die verbrannte Tür von 1953 (sie entstammt seinem abgebrannten Atelier) ist ein frühes Beispiel der Auseinandersetzung Joseph Beuys mit dem Materialismus und der Suche nach der Spiritualität des Stofflichen.

Rachel Whiteread

Rachel Whiteread gehört zu jener Generation britischer Künstler, die in den neunziger Jahren die Gesellschaft polarisierten. „Felt Floor“ ist ein Filzboden, der in einem sehr komplexen Verfahren die Oberflächentextur von Kiefernholz angenommen hat.

Marjetica Potrc

Marjetica Potrc, 1953 in Ljubljana geboren, studierte Architektur und Kunst an der dortigen Universität. Ihre Kunst entsteht aus der Beobachtung von globalen Entwicklungen im Bereich der Urbanistik.

Stephan von Huene

Anfang der sechziger Jahre verwirklichte der US Künstler seine ersten audio-kinetischen Skulpturen, in denen präzise kalkulierte Klang- und Geräuschprozesse mit mechanischen Bewegungsabläufen verbunden wurden.

Gordon Matta-Clark

Der New Yorker Künstler Gordon Matta–Clark widersetzte sich mit seinen „Cuttings“ (Schnitte durch Böden und Decken von Gebäude sowie Entfernen von ganzen Gebäudeteilen) bestehenden Architekturdogmen.

Stephan Balkenhol

Die raue und teilweise splitternde Oberfläche ist Träger für die Farben, die Balkenhol auf seine Holzskulpturen aufträgt, nicht um zu kaschieren, sondern um das „rein Materialhafte zurückzunehmen“.

Jan de Cock

Jan de Cock arbeitet mit oberflächenbehandeltem Holz, das er auf- und übereinanderschichtet und räumlich so zusammensetzt, dass der Betrachter seinen Blick stets nachschärfen muss.

Hans Schabus

Hans Schabus zum Teil brachiale Eingriffe in bestehende Architektur dienen auch der Wahrnehmungserweiterung und Bewusstseinsbildung dessen, was Raum und folglich Zeit für jeden Menschen ausmachen.

Tony Cragg

Für die Skulptur „Stack“ von 1975 schichtete Tony Cragg diverse Holzstücke, Holzfaser- und Sperrholzplatten zu einem großen Kubus. Bis in die 1980er Jahre verfolgte der Künstler diese Methode in seinem skulpturalen Werk.

Marinus Boezem

Der Grundriss aus 178 Pappeln des Land Art-Projekts „De Groene Kathedraal" entspricht jenem der gotischen Kathedrale von Reims und steht für das Streben nach Erhabenheit und Dauerhaftigkeit.

Roman Singer

Der in Appenzell geborene Künstler entwickelt ausgetüftelte Strategien, wenn es darum geht, die Fronten seiner Kunst gegen jegliche Vereinnahmung anderer Kunstströmungen abzudichten.

Atelier van Lieshout

»The Disciplinator« ist eine käfigartige Konstruktion aus Stahl und Holz, in der 72 Insassen arbeiten, schlafen, essen und dabei einem schroffen Zeitplan unterliegen, einzig zu dem Zweck, Sägemehl aus vier Baumstämmen herzustellen.

Ian Hamilton Finlay

Diese aus dem Nichts entstandene Gartenanlage wurde seit 1965 sukzessive von Finlay ausgebaut und mit Zitaten, Monogrammen, Namen und Aphorismen auf Holz, Stein oder anderen Naturmaterialien bespielt.

Roman Pfeffer

Ironie, Transformation und Verdichtung bestimmen die Herangehensweise, mit der Roman Pfeffer den alltäglichen Gebrauchsgegenständen ebenso wie der bildenden Kunst zu Leibe rückt.

Dan Graham

Mit Glas, Spiegelglas, Holz und Stahl konstruierte Dan Graham zweigespiegelte Glaspavillons, architektonisch gebräuchliche Räume, die für den Menschen von innen und außen erfahrbar sein sollen.

Simon Starling

Simon Starling thematisiert Aspekte des Energieaufwands, der Masseverwandlung, des kulturellen und geografischen Kontexts, die der Erzeugung von Alltagsgegenständen zugrunde liegen.

Manfred Pernice

Die Arbeiten von Manfred Pernice wirken auf den ersten Blick verwirrend, aber zugleich auch faszinierend in Bezug auf ihre Dimension und Ausführung. Verschiedene Holzwerkstoffe bilden meist die Basis seiner Arbeiten.

Wim Delvoye

Die Verfremdung von Oberflächen und das Spiel mit dem Schein und dem Sein sind maßgebliche Faktoren in der Kunst des belgischen Künstlers. Die Arbeit „Beauty is only skin-deep“ steht exemplarisch für diese Methodik.

Doris Salcedo

Die in Kolumbien geborene Künstlerin Doris Salcedo setzt sich in ihren Arbeiten vorwiegend mit politischen Inhalten auseinander und thematisiert dabei räumliche Fragen ebenso wie unbewusst ausgelöste Assoziationsketten.

Richard Woods

Der britische Künstler Richard Woods zeigt mit seinem ironischen Konzept und dessen radikaler Ausfertigung, wie man bereits Vorhandenes verschönern, neu interpretieren und veredeln kann.

Gregor Zivic

Die von Gregor Zivic geschaffenen Welten sind ein Panoptikum seiner inneren Befindlichkeit. Er schöpft aus der Wunderkammer seines eigenen Ichs und wird dabei zum Hauptakteur seiner inszenierten Fotografie.

Peter Sandbichler

2009 wurde der sri-lankische Journalist Lasantha Wickrematunge auf offener Straße erschossen. Peter Sandbichlers Skulptur „unbowed and unafraid“ zeigt, in Fichtenholzbretter eingefräst, dessen Gesichtszüge.

Carsten Höller

Carsten Höller geht es um die Selbsterfahrung sowohl psychischer als auch physischer Natur des Rezipienten. Er fordert ihn auf, seine Geräten zu versuchen und sich dabei gefälligst anzustrengen.

Chris Burden

Das Infragestellen elitärer Kunstinstitutionen ist in den Arbeiten Chris Burdens immer präsent. Seine Installation „Samson“ verweist auf das Potential, das Museum zum Einsturz bringen zu können.

Erwin Wurm

Erwin Wurm stellt den herkömmlichen Skulpturenbegriff in Frage. In den „One Minute Sculptures“ z.B. spielt er mit Elementen des Alltäglichen und thematisiert die Interaktion als Handlungsform und Ereignis.

Oscar Tuazon

Die Skulptur „Bend it till it breaks“ strapaziert die statischen Limits ihrer Komponenten Holz, Stahl und Beton. Exemplarisch zeigt sie die Beschäftigung Oscar Tuazons mit alternativen Konstruktionskonzepten.

Peter Fischli und David Weiss

Auf dem 1,2 km langen Rundweg „Ein Weg durch das Moor“ setzen Peter Fischli und David Weiss die Schönheit der Moorlandschaft in Kontrast zu seiner Geschichte (einem ehemaligen Straf- und Arbeitslager).

Petrit Halilaj

Die monumentale Holzkonstruktion Petrit Halilajs 2010 in der Ausstellungshalle der Kunst-Werke Berlin: Ob ihrer großen Dimension musste das oberste Stockwerk durch den Plafond auf das Dach der Halle gesetzt werden.

Yoshitomo Nara

Während seines 12-jährigen Aufenthalts in Deutschland empfand Yoshitomo Nara aufgrund der Sprachbarriere ein tiefes Gefühl der Isolation. Diese Erfahrung führte zu Naras unverwechselbaren Ästhetik.

Thomas Demand

Thomas Demand konstruiert seine Modellwelten aus Papier und Karton. Es sind aufwendige Außen- und Innenräume, die er nach Vorlage bereits existierender Abbildungen in seinem Atelier nachbaut.

Die Küchen und das Kochen oder von der Güte des materiellen Substrats

Gehen die Träume noch immer aus vom Herd als Mittelpunkt des Hauses? Dafür müssen wir diesen Küchen zuerst Leben einhauchen. Die Voraussetzungen sind gut, dem großen Aufkochen steht nichts im Wege.

Meister der Illusion Ein Besuch bei Art for Art, den Dekorations- und Kulissenwerkstätten der Bundestheater

Holz spielt beim Bau von Kulissen eine wichtige Rolle: Es ist ein relativ leichter und zugleich stabiler Werkstoff. Zudem einer, der leicht zu bearbeiten ist.

Kulissentheater versus Raumtheater

Der Bildbühne, die man bis zum Ende des 19. Jahrhunderts im Theater verwendete, wurde im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts eine abstrakt-konkrete Szenografie, die Raumbühne, entgegengesetzt.