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Holz-Hybrid-Hochhaus

Zwei Jahre lang hat ein Team aus Architekten und Bauleuten ein Modul-Bausystem entwickelt. Decken- und Fassadenelemente wurden bei Bau- und Holzbaufirmen vorgefertigt und bereits fix fertig zur Baustelle geliefert. So war es möglich, die acht Geschoße des Bürogebäudes in nur acht Tagen hochzuziehen. 

Bis zu 100 Meter Höhe möglich

Das modulare Holz-Hybrid-Bausystem eignet sich laut Cree für Gebäude mit bis zu 30 Stockwerken und 100 Metern Höhe. Durch die Systembauweise werde eine im Vergleich zu herkömmlichen Bauten doppelt so rasche Realisierung von Rohbau, Fassade und Gebäudetechnik möglich. Am LCT One beteiligten sich neben Cree auch Rhomberg Bau, der Vorarlberger Architekt Hermann Kaufmann und die oberösterreichische Holzbaufirma Wiehag.

Brandschutz setzte Grenzen

Ursprünglich hätten auch Treppenhaus und Liftschacht aus Holz gebaut werden sollen, doch die Brandschutzbestimmen lassen dies in Österreich für ein achtstöckiges Gebäude nicht zu. Beides musste aus Beton gebaut werden. Auch die Holzfassade musste mit einem nicht brennbaren Material verkleidet werden. Für die Deckenelemente wurde eine Kombination aus Holzbalken und einer acht Zentimeter dicken Betonplatte entwickelt. Bevor diese Neuentwicklung eingesetzt werden durfte, musste erst ein Brenntest in einem Spezialofen erfolgreich durchgeführt werden. Die Brandschutzbestimmungen machen es erforderlich, dass solche Decken dem Feuer mindestens 90 Minuten standhalten.

Neue Chancen für den Holzbau

Bauherr und Architekt glauben, dass dieses Bausystem vor allem im Städtebau Vorteile hat. Da die Bauteile vorgefertigt werden, verkürzt sich die Bauzeit auf der Baustelle, Anrainer werden weniger lang von Staub und Lärm belästigt. (Quelle: orf.at)

Fakten

27 Meter Höhe, 13 Meter Breite, 24 Meter Länge.
Acht Stockwerke, insgesammt rund 2.500m² Bruttogeschossfläche. Sichtbares Holztragewerk, eine aus Recycling-Verbundmetall gefertigte Außenfassade.

Projektdaten

Bauherr: Cree GmbH
Fertigstellung:
2012
Projektleitung:
DI Christoph Dünser
Mitarbeit:Ing. Benjamin Baumgartl, ADE Guillaume E. Weiss, DI Stefan Hiebeler, DI Michael Laubender
Kostenplanung: Cree GmbH, Bregenz
Bauleitung: Cree GmbH, Bregenz
Tragwerksplanung: merz kley partner, Dornbirn
HLS Planung: EGS, Stuttgart
Elektroplanung: Ing.Büro Brugger, Thüringen
Brandschutzplanung: IBS, Linz

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