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Waldfonds

Dritter Call CO2-Bonus für Holzbauten

©Bruno Klomfar www.klomfar.com
Wohnbauten und öffentliche Bauten können ein Euro Förderung pro Kilogramm verbautem Holz erhalten.

Der 2020 von der österreichischen Bundesregierung beschlossene Waldfonds hat ein Volumen von insgesamt 350 Mio. Euro. Davon fließen in mehreren Förderungsausschreibungen (Calls) 60 Mio. Euro in den Holzbau. Mit einem CO2-Bonus soll der Ersatz anderer, CO2-intensiver Baustoffe durch Holz unterstützt werden. Dafür stehen 20 Mio. Euro zur Verfügung. Der dritte Call ist von 15. Jänner bis 30. Juni 2022 geöffnet. 

Was wird gefördert?

Gefördert werden Neubauten sowie Zu- und Ausbauten von mehrgeschoßigen Wohnbauten sowie für öffentliche Zwecke oder für öffentliche Infrastruktur genutzte Gebäude in Holzbauweise mit einem hohen Anteil an nachwachsenden Rohstoffen aus nachhaltiger Bewirtschaftung. Konkret umfasst die Förderung folgende Gebäudearten in Holzbauweise:

  • mehrgeschoßige Wohnbauten mit mindestens 400 m² Netto-Grundfläche, mindestens 2 oberirdischen Geschoßen und mehr als 3 Wohneinheiten
  • Gebäude für öffentliche Zwecke mit mindestens 200 m² Netto-Grundfläche
  • Gebäude für öffentliche Infrastruktur mit mindestens 200 m² Netto-Grundfläche

Bei Zu- und Ausbauten beziehen sich die Mindestkriterien auf die durch diese Zu- und Ausbauten neu geschaffenen Gebäudeteile. Unterirdische Geschoße bzw. Kellergeschoße zählen nicht zur Netto-Grundfläche.

Was ist ein Holzbau?

_ Gebäude mit mindestens 100 Kilogramm verbautem Holz pro m² Netto-Grundfläche
_ PEFC oder FSC zertifiziertes Holz
_ Mindestens 80 Prozent des verbauten Holzes müssen in einer Entfernung von maximal 500 km vom Gebäudestandort geerntet und verarbeitet worden sein.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Förderung wird mit 1,00 Euro je Kilogramm verbautem Holz berechnet. Werden neben Holz auch noch andere nachwachsende Rohstoffe zur Dämmung verwendet, erhöht sich die Förderung auf
1,10 Euro je Kilogramm verbautem Holz. Die mögliche Förderung beträgt maximal 50 Prozent der anrechenbaren Kosten. Die Förderung wird in Form eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses vergeben. Es kann von einem Antragsteller pro Call/Ausschreibung jeweils nur ein Projekt gefördert werden.

Wer ist antragsberechtigt?

Zur Einreichung berechtigt sind juristische und natürliche Personen, im Firmenbuch eingetragene Personengesellschaften und deren Zusammenschlüsse (Personenvereinigungen) jeweils mit Niederlassung in Österreich sowie Gebietskörperschaften (Bund, Länder und Gemeinden).

Wie läuft der Förderungsprozess ab?

Die Antragstellung erfolgt online auf der Website der Kommunal Kredit Public Consulting (KPC). Nach formaler Prüfung und Ermittlung der möglichen Förderungshöhe bewertet eine Expert:innenkommission die dem jeweiligen Call zugeordneten Projekte in qualitativer Hinsicht und schlägt die besten Projekte zur Förderung vor. Nach Genehmigung des Projektes durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie wird der Förderungsvertrag erstellt. Der Förderungsvertrag wird etwa vier Monate nach Ende des Calls versendet.

umweltforderung.at