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Pressegespräch: Mehr Holzbau hilft Klima und Wald

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Anlässlich der kommenden Holzbauoffensive der österreichischen Bundesregierung hat proHolz Austria Anfang September bei einem Pressegespräch auf den Beitrag von Bauen mit Holz zum Klimaschutz und zur Unterstützung der Wälder aufmerksam gemacht. Medienvertreter konnten einen Wohnbau und eine Schule aus Holz in Wien besichtigen. Das Presseecho war groß, mehrere Berichte in besonders reichweitenstarken Medien konnten erzielt werden.

Holzbauoffensive mit 60 Mio. Euro 
Die österreichische Bundesregierung sieht in ihrem Regierungsprogramm die Forcierung des Holzbaus als eine Klimaschutz-Maßnahme auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2040 vor. Mit dem Waldfonds und der darin festgelegten Holzbauoffensive folgt eine konkrete Umsetzung. Die verstärkte Verwendung des Roh- und Baustoffs Holz ist ein wesentlicher Teil des umfassenden Waldfonds-Maßnahmenpakets für Österreichs Wälder.

"Mit der Holzbauoffensive wird dem Klimaschutzpotential des nachwachsenden Baustoffs Holz Rechnung getragen. Häuser aus Holz speichern Kohlenstoff langfristig und wirken wie ein zweiter Wald. Zudem bewirkt Holz beträchtliche CO2- Entlastungen, weil es Baumaterialien aus endlichen Rohstoffen, die einen deutlich höheren CO2-Fußabdruck haben, ersetzt", erklärte Richard Stralz, Obmann von proHolz Austria, anlässlich des Pressegesprächs.

Aktive Waldbewirtschaftung und Holzverwendung sichert die Wälder
Eine aktive und nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder ist im Sinne des Klimaschutzes wichtig, denn ohne Holzprodukte würden etwa die derzeit durch Substitution vermiedenen CO2-Emissionen sofort wieder anfallen und zu erheblichen Mehrbelastungen aus fossilem CO2 führen. Die Folge sind fortschreitende Erderwärmung und der Klimawandel, unter dem die Wälder schon jetzt zunehmend leiden. Durch steigende Temperaturen und Trockenheit geraten die Bäume unter Stress und werden anfälliger für Schädlinge wie den Borkenkäfer, Pilze etc. Auch vermehrte Stürme führen zu Schäden im Wald. Das enorme Tempo des menschverursachten Klimawandels überfordert die Wälder, sie kommen in der natürlichen Anpassung an die neuen Klimabedingungen nicht nach.

„Ohne aktive Anpassungsmaßnahmen durch den Menschen laufen wir Gefahr, Waldbestände in Österreich zu verlieren und damit auch Teile des Kohlenstoffspeichers Wald. Um die Folgen von Klimaextremen zu reduzieren und die vielfältigen Ökosystemleistungen der Wälder zu erhalten, ist aktive Waldbewirtschaftung und -pflege heute notwendiger denn je. Stärkere Durchforstungen, das Anpflanzen geeigneter Baumarten und die Anlage von Mischbeständen sind einige wichtige Maßnahmen, um die Wälder klimafit zu machen“, erläuterte Silvio Schüler, Leiter des Instituts für Waldwachstum und Waldbau, Bundesforschungszentrum für Wald.

Berichte in ORF und weiteren Medien
Der ORF berichtete mit Beiträgen in der ZIB1 sowie im Ö1 Morgenjournal. Printartikel gab es in Kurier, Raiffeisenzeitung, trend, Österreichische Bauzeitung, Building Times und Der Bauer. 

Kontaktadresse

Karin Giselbrecht
proHolz Austria
Am Heumarkt 12
1030 Wien
+43 (0)1 / 7120474 - 15
giselbrecht@proholz.at
www.proholz.at