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Öffentliche- und Kommunalbauten

Schulcampus Hollabrunn

Holzbaupreis Niederösterreich 2025, Kategoriepreis
| Öffentliche- und Kommunalbauten

Daten zum Objekt

Standort

Josef Weislein-Straße 7 , 2020 Hollabrunn

Bauherr:in

Stadtgemeinde Hollabrunn, www.hollabrunn.gv.at

Architektur

Architekten Maurer & Partner ZT GmbH, www.maurer-partner.at

Tragwerksplanung

Retter & Partner ZT GmbH, www.ib-retter.at

Holzbau

Graf Holztechnik GmbH, www.graf-holztechnik.at

Auszeichnungen

Holzbaupreis Niederösterreich 2025, Kategoriepreis

Fertigstellung

2024

Der neue Schulcampus in der Gemeinde Hollabrunn im Weinviertel vereint seit dem Frühjahr 2024 Volksschule, Sonderschule, Landessonderschule, Musikschule, Sporthallen sowie Räume für Freizeitaktivitäten und Nachmittagsbetreuung. Das Ergebnis ist ein moderner Bildungsort, der Synergien optimal nutzt und die Gemeinschaft durch Bildung, Kultur und Sport verbindet. Bei der Planung des Neubaus mit einer Fläche von 7.600 m² wurde besonderer Wert auf Nachhaltigkeit, offene Raumgestaltung und den Einsatz natürlicher Materialien gelegt. Die architektonische  Umsetzung erfolgte in Mischbauweise, wobei sichtbare Vollholzwände mit Stahlbeton gemäß statischen Erfordernissen kombiniert wurden. Als Dämmstoff wurde Mineralwolle eingesetzt. Auch im Inneren des Gebäudes prägen Holzelemente die Atmosphäre und tragen zu einem angenehmen, warmen Raumklima bei. Die Klassenwände wurden mit Lehmputz versehen. Ergänzt durch eine warme Farbgebung entstehen Räume, die Ruhe, Wohnlichkeit und Ausgeglichenheit ausstrahlen. Besonderes Augenmerk lag auf der offenen und lichtdurchfluteten Gestaltung. Die Organisation der Klassenräume erfolgte in sogenannten Clustern, die um zentrale „Marktplätze“ angeordnet sind. Jedes Cluster bietet den Schülerinnen und Schülern nicht nur moderne Klassenzimmer, sondern auch Rückzugs- und Arbeitsbereiche sowie direkten Zugang zu Outdoor-Klassen und einen Blick auf die umgebenden Grünflächen. Durch die Anordnung von Innenhöfen entstehen großzügige, natürliche Lichtquellen, die das Holz in den Innenräumen atmosphärisch hervorheben und die Natur bewusst in den Schulalltag integrieren. Diese ästhetische und funktionale Verbindung von Holzbau und Raumgestaltung schafft eine Lernumgebung, die sowohl innovativ als auch inspirierend ist. Der Schulcampus Hollabrunn ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern ein Paradebeispiel für die Verbindung von Holzbau, nachhaltiger Architektur und pädagogischer Innovation.

Pläne

Begründung der Jury

PREISTRÄGER:

Nach zweijähriger Bauzeit entstand im unmittelbaren Nahbereich zu öffentlichen Sporteinrichtungen der Schulcampus der Gemeinde Hollabrunn. Auf einer Fläche von 7.600m2 vereint dieser Räumlichkeiten für die Volksschule, die Sportschule, die Landessonderschule, die Musikschule für Sporthallen sowie für die Nachmittagsbetreuung. Die Umsetzung erfolgte in durchdachter Mischbauweise aus Stahlbeton und Brettsperrholzelementen. Die über Wartungsstege zugängliche Leimbinderkonstruktion der großen Dreifachturnhalle wird mittels Monitorings überwacht. Einem nachhaltigen Energiesystem entsprechend erfolgt der Einsatz von Geothermie und einer großflächigen PV-Anlage. Das Gebäudeinnere wird geprägt durch Holz in Sichtqualität sowie sorgt feuchtigkeitsregulierender Lehmputz in den Klassenräumen für ein ausgeglichenes Raumklima. Mit einem Holzanteil von 3.985m3 überzeugt der Schulcampus Hollabrunn durch den Einsatz des Werkstoffes Holz im großvolumigen Bildungsbau, dessen Holzsichtigkeit im Inneren zum prägenden Raumerlebnis für die Nutzer und Nutzerinnen wird.