21. März: Internationaler Tag des Waldes - Die Lärche ist der Baum des Jahres 2026

„Der Baum der Jahres 2026 ist die Lärche“, sagt Georg Starhemberg, Obmann von proHolz Oberösterreich.
Überlebens-Künstlerin
Die Europäische Lärche ist eine Besonderheit unter den heimischen Nadelbäumen: Als einzige wirft sie im Herbst ihre Nadeln ab, welche wertvollen Humus bilden. Zuvor verfärben sie sich leuchtend goldgelb und prägen so das herbstliche Landschaftsbild. Als typische Pionierbaumart besiedelt die Lärche Hochlagen, Lawinenhänge und steinige Standorte bis über 2.000 Meter Seehöhe. Ihr tiefreichendes Wurzelsystem macht sie besonders standfest und widerstandsfähig gegen Wind, Schnee und Kälte. Unter günstigen Bedingungen erreicht sie Höhen von bis zu 45 Metern und kann mehrere hundert Jahre alt werden.
Leben unter Lärchen
Ab März treiben die Blüten der Lärche aus. Sie stellen eine wichtige Pollenquelle für Wildbienen und andere Insekten dar, während die Samen aus den Zapfen zahlreichen Vogelarten als Nahrung dienen. Zudem bieten besonders ältere Lärchen mit ihrer rissigen Borke für Insekten, Vögel und Fledermäuse wertvolle Lebensräume. Die lichten Kronen der Bäume ermöglichen einen reichen Unterwuchs. Diesen Umstand nutzte der Mensch seit langer Zeit, indem Lärchenwälder als Viehweiden dienten. So wurde das Vorkommen der Lärche in manchen Regionen besonders gefördert.
Flüssiges Gold
Das Lärchenharz ist eine äußerst wertvolle, gelbliche bis bräunliche, honigdicke Flüssigkeit. Mittels Destillation kann daraus Terpentinöl gewonnen werden, welches vielseitige Verwendungsmöglichkeiten hat. Das Öl wird insbesondere in der Volksmedizin sehr geschätzt, wo es vor allem in Salben zum Einsatz kommt. Dort angewendet entfaltet es durchblutungsfördernde, wärmende, desinfizierende sowie schmerzlindernde Eigenschaften.
Dauerhaft verwurzelt
Das Holz der Lärche gehört zu den dauerhaftesten heimischen Nadelhölzern. Es ist mittelhart, formstabil, gut zu trocknen und zu bearbeiten, neigt jedoch bei Ästen oder unregelmäßigem Faserverlauf zum Splittern und Ausreißen. Aufgrund seines hohen Harzgehalts ist es besonders witterungsbeständig und zeichnet sich durch eine warme, rötlich-braune Färbung aus, die mit der Zeit vergraut. Lärchenholz eignet sich hervorragend für den Außenbereich, etwa für Fassaden, Fenster, Zäune sowie die Herstellung von Dachschindeln und prägt seit Jahrhunderten den traditionellen Holzbau im Alpenraum.
Wald und Klimaschutz
Mit dem „Tag des Waldes“ ist selbstverständlich untrennbar die Bedeutung von Holz verbunden. „Holz ist sowohl als nachwachsender als auch als CO2-bindender Rohstoff eine nachhaltige Alternative zu endlichen Rohstoffen. Holz entsteht im Wald und braucht dazu nur Erde, Wasser, Licht und Luft. Im Prozess seiner Entstehung entzieht der Baum CO2 aus der Umgebungsluft. Dieses CO2 bleibt im Holz gebunden, weil der Kohlenstoff daraus im Holz gespeichert wird“, unterstreicht proHolz-OÖ-Obmann Georg Adam Starhemberg.