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zuschnitt 37

Im Kindergarten

 Im Kindergarten sollen die Kinder reifen und wachsen wie eine Pflanze – daher auch der Name. Dabei kommt es auf jedes Detail an, auf das Licht, das Klima und den richtigen Humus.

Ein Geruch, ein Bild oder ein Geräusch – irgendetwas ist sicher von der eigenen Zeit im Kindergarten geblieben. Der eine mag sich an die vielen Bauklötze erinnern, mit denen er unendlich hohe Türme bauen konnte, der andere denkt eher mit Schrecken an das Geschrei der anderen Kinder zurück. Derzeit wird in den österreichischen Medien viel über außerfamiliäre Kinderbetreuung diskutiert, über die Ausbildung der Pädagoginnen, über Gruppengrößen und die Anzahl der Betreuungsplätze, doch kaum über die Qualität der Räume. Dabei hat die Kindergartenoffensive ein enormes Bauvolumen ausgelöst. Diesen Zuschnitt haben wir ganz dem Thema „Bauen für Kinder“ gewidmet, weil es bei dieser Bauaufgabe nicht nur um Quantität, sondern auch um Qualität gehen muss und weil es gar nicht so schwer ist, diese zu erzeugen. Kindergarten, Tagesstätte oder Krippe – im Ausland, man denke an Finnland oder Norwegen, werden gerade diese Bauten gerne aus Holz errichtet. Aber auch hierzulande gibt es genug Alternativen zum Kindergarten im Metallcontainer – dies beweisen die für diesen Zuschnitt ausgewählten Objekte. Diese Kindergärten aus Holz erzählen von der Sinnlichkeit des Materials, der Möglichkeit des schnellen Bauens, vom Energiesparen, der regionalen Wertschöpfung und von ökonomischen Belangen, aber auch von dem Wunsch der Beteiligten, den Kindern ein Vorbild zu sein.

Dort, wo Kinder aufwachsen, ihre ersten Erfahrungen machen, ist jedes Detail wichtig, ebenso wie die Qualitäten der verwendeten Materialien. Dass Holz dabei eine besondere Rolle spielt, ist offensichtlich: Spielzeuge aus Holz, Möbel aus Holz sowie Oberflächen aus Holz haben ihren festen Platz im Leben der Kleinen. Die Natürlichkeit des Materials, seine Haptik, die Wärme und Atmosphäre, die es ausstrahlt, kommen dann zur Sprache. Doch auch die Sprache hat ihre Grenzen, Fotos können manchmal mehr aussagen als abstrakte Wörter. Deshalb hat der Fotograf Nikolaus Walter für uns drei exemplarische Kindergärten besucht und dort den Alltag der Kinder eingefangen. Wenn man auf seinen Fotos die Kinder auf dem Boden liegen oder spielen sieht, dann sagt das mehr aus über die Qualitäten von Holz als die bereits erwähnten Begriffe wie Haptik und Atmosphäre. Wir hoffen, dass es Ihnen so geht wie uns: dass auch Sie beim Betrachten der Bilder den Wunsch verspüren, sich ganz unbedarft dazugesellen zu dürfen.

Inhaltsverzeichnis zuschnitt 37

  • Von wegen passiv!Haus der Kinder in Innsbruck

    Der Kindergarten ist ein Holzriegelbau mit Innenwänden und Decken aus Brettsperrholz sowie Innensäulen und Unterzügen aus Brettschichtholz. Angenehme Atmosphäre und gute Raumluft zeichnen den Bau aus.

  • Welche Räume sind uns die Kinder wert?

    Der Kindergarten in Rohrendorf als eine beispielhafte Lösung: Eine Lärcheholzfassade mit weit auskragendem Dach und Sheds umgibt den Ziegelbau. Geöltes Eichenparkett und Vollholzmöbel bestimmen die wohlige Atmosphäre des Inneren.

  • Sechs KindergärtenDie Bürgermeister antworten

    Warum wurden diese Kindergärten in Holz gebaut? Wie lauten die Vorteile des Werkstoffes Holz, gibt es auch Nachteile? Wie sehen die Erfahrungen mit diesen Bauten aus und welches sind ihre Besonderheiten?

  • KuschelkastenKindergarten in Bizau

    Ein Neubau, der mit traditionellen Bauelementen der umliegenden Bauernhäuser spielt: Satteldach, Schindeln aus Weißtanne auf Fassade und Dach, großformatige Fensteröffnungen und Massivholzrahmen drum herum.

  • In der Not das Krokodil gerufenZubau im Mühlkreis

    Der Zubau zum Kindergarten in Neumarkt ist als Holzriegelkonstruktion mit eingeblasener Zellulosedämmung errichtet. Weiß geöltes Fichtenholz und Birkensperrholz-Möbel bestimmen das ruhige Innere.

  • Offener KindergartenRaum- und Materialpädagogik

    Holz steht bei der Bauaufgabe Kindergarten nicht nur für Maßstäblichkeit und Atmosphäre, sondern auch für ein Material, das in der Beziehung zwischen pädagogischem Konzept und räumlicher Ausformulierung eine Rolle spielt.

  • Holz bis in die letzte RitzeKindergarten im Gemeindezentrum St. Gerold

    Vor allem die vorgefertigten Elemente, der Kran, der diese in die Höhe hob, und die Schnelligkeit, mit der der erste viergeschossige Holzbau Vorarlbergs Stock für Stock nach oben wuchs, haben die Kinder beeindruckt.

  • PassgenauEinbauten in Wien, Innsbruck und Berlin

    Drei bestehende Kindergärten dreimal unterschiedlich mit Holz erweitert: Einmal mehrere Ebenen eingezogen, dann farbige Gruppen-Boxen in ein Raumkontinuum gestellt, oder ein grünes Raumtragwerk als erweiterte Fassade.

  • Haste Töne! Raumakustik im Kindergarten

    Raumakustische Maßnahmen sind beim Bau von Kindergärten ebenso im Auge zu behalten wie der bauliche Schallschutz gegen Außenlärm und störende Geräusche aus benachbarten Räumen.

  • WürfelspielKindergarten Langenegg

    Der Bau ist Teil einer neuen Ortskerngestaltung. So ist der Bewegungsraum gleichzeitig Raum für die Gemeinde. Von der Konstruktion bis zu den Möbeln ist alles in Weißtanne ausgeführt.

  • Kindergartenoffensive in Österreich 2008 – 10

    Die „Kindergartenoffensive“, 2008 von der österreichischen Bundesregierung lanciert, förderte mit 45 Mill. Euro bis 2010 bundesweit den Ausbau neuer Kinderbetreuungsplätze sowie die Ausbildung von Tagesmüttern.

  • Service – Kindergartengesetze, Literatur, Ansprechpartner

    In Österreich hat jedes Bundesland sein eigenes Kindergartengesetz, in dem die Höchstzahl der Kinder pro Gruppe, die Anforderungen an das Betreuungspersonal sowie die Raumgrößen festgelegt sind.

  • WertschöpfungsketteWaldschule Almtal

    Anders als bei der Naturvermittlung, die in Nationalparks geschützte Natur vermittelt, geht es bei der Waldpädagogik zusätzlich noch um die Nutzungsmöglichkeiten des Waldes.

  • SeitenwareNicht nur Kinder träumen davon ...

    Vier von Architektenhand geplante Baumhäuser aus aller Welt sind nicht bloss zum Spielen gedacht, sondern laden in luftiger Höhe zur Teezeremonie genauso wie zur Dinnerparty oder zur Hochzeitsfeier.

  • Kurz und klein

    Ein bisschen ist das wie mit den Tieren: Katzen- und Hundebabys finden einfach alle irgendwie süß. Dasselbe könnte man von Möbelklassikern behaupten, die geschrumpft als Kindereditionen aufgelegt werden.

  • Schöner spielen

    Wer den Berufswunsch seines Sprösslings schon früh in Richtung Architekt drängen will oder einfach nur genug hat von 08/15-Puppenhaus-Baumeistereien, der ist mit der "Villa Sibis" von Sirch gut beraten.

  • Green Beauty

    Das Reitschaukelgerät „Constantin“ aus Birkensperrholz und reiner Wolle (und circa 4,5 Kilo schwer) ist in orange, grün, sandfarben sowie braun zu haben. „Constantin“ lässt sich einfach zusammenbauen.

  • Toller Schwindel

    Aus der Schweiz stammt diese Produktneuheit, genauer gesagt aus dem Hause Naef, wo man sich in Sachen Spielobjekte Begriffe wie Qualität, Nachhaltigkeit, Design und Kreativität auf die Fahnen heftet.

  • Carsten Höller

    Carsten Höller geht es um die Selbsterfahrung sowohl psychischer als auch physischer Natur des Rezipienten. Er fordert ihn auf, seine Geräten zu versuchen und sich dabei gefälligst anzustrengen.

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8,00 €
FormatDIN A4
Seiten32
Gewicht0.150kg
ISBN978-3-902320-73-5
AuflageMärz 2010

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