Inhalt

zuschnitt 29

Holz und Glas

Ein ungleiches Paar, das bei guter Fügung einiges zu leisten vermag. Denn ob als Fenster oder als Tür, als Fassade oder als Träger – gemeinsam verhelfen sie uns zu Bauten mit Durchblick.

Jetzt also Glas. Bereits das letzte Heft war einem Material gewidmet, doch der Zugang ist diesmal ein völlig anderer: konkreter, technischer, detaillierter. Die Entscheidung, welche Themen im Zuschnitt bearbeitet werden, wird von Herausgeber und Redaktion gemeinsam mit dem Editorialboard anhand einer Reihe von Kriterien getroffen. Wichtig ist dabei jedoch immer der Rhythmus der Hefte in ihrer Abfolge. Die Leserschaft des Zuschnitts ist breit gestreut: Von Architektinnen über Politiker und Studierende bis hin zu vielen allgemein am Holz Interessierten reicht die Liste der Abonnenten.

Dem wollen wir gerecht werden, indem sich diese Bandbreite in der Themenauswahl widerspiegelt. Aber auch die inhaltliche Aufarbeitung innerhalb der einzelnen Hefte zielt darauf ab, einen möglichst breiten Zugang zu finden und von architektonischen und technischen bis hin zu kulturellen Beiträgen eine trotz der geringen Seitenanzahl umfassende Sichtweise anzubieten.

Am Beispiel dieses Zuschnitts heißt das: Die Verbindung von Holz und Glas ist mehr als ein (Holz)Fenster in der (Holz)Fassade. Da geht es zunächst um das Wesen dieser ungleichen Materialien. Dann um ihr Verhältnis zueinander, die Art ihrer Begegnung.

An diesem Punkt taucht die Frage der »Fügung« auf. Wie treffen Holz und Glas technisch betrachtet aufeinander und was bedeutet das z.B. für ein Gebäude? Gerade auf diesem Gebiet gibt es derzeit viel Innovatives: Durch neue Verbindungstechniken können die statischen Eigenschaften von Glas genutzt werden, was enorme konstruktive und gestalterische Auswirkungen hat. So entwickelt sich das Heft entlang eines Inhaltsbogens und das Ergebnis ist ein weiterer, hoffentlich interessanter und abwechslungsreicher Zuschnitt.

Inhaltsverzeichnis zuschnitt 29

  • Juppenwerkstatt RiefensbergVon steifem Leinen und weichem Balkenwerk

    Eine ehemalige Tenne wird zum Museum: Um ausreichend Tageslicht ins Innere zu bringen, wird die Holzverschalung einer ganzen Giebelwand durch eine geschuppte Glasfassade in esg-Qualität ersetzt.

  • Ring HouseHolz und Glas zum Wochenende

    Horizontale Schichten aus Holz und Glas scheinen übereinander zu schweben, bei Tag fügt sich das Haus perfekt in seine Umgebung ein, in der Nacht leuchtet es wie eine Laterne.

  • Im Detail

    Drei Beispiele an Bauten, die aus dem perfekten Zusammenspiel des gemeinsamen Einsatzes von Holz und Glas entstanden sind. Detailpläne geben Einblick in die unterschiedlichen Konstruktionslösungen.

  • Ärztezentrum MatreiAnsichten und Durchblicke

    Die leichte Riegelwandkonstruktion des Ständerbaus ist mit Laminatplatten verkleidet. Die Verglasungen sind ohne Rahmen in den Falz eines Anschlagholzes geklebt, sodass eine homogene Oberfläche entsteht.

  • Sunken HouseSchmuckkästchen in Schwarz

    Der Baukörper wirkt wie aus einem Stück gefertigt. Treppen, Brüstungen, Lüftungsöffnungen und Türen sind camouflageartig in die nur durch Verglasungen unterbrochene Holzoberfläche integriert.

  • Kleben statt klotzen

    Die Klebetechnik ersetzt Aufgaben, die bisher durch Klotzung, mechanische Befestigung und Abdichtung erfüllt wurden. Das „Klebefenster“ ist ein einfacher, kompakter Bauteil mit bauphysikalischen Vorteilen.

  • Gute Fügung

    Holz ist als Material mit natürlichen Hightechqualitäten dazu prädestiniert, in direkter Verbindung mit Glas die Lücke zwischen dem Glas und dem Fenster als Loch in der Wand „räumlich“ zu schließen.

  • Nach außen offenChristian Walch im Porträt

    Der Zimmermann Christian Walch realisierte seine Idee vom Holzfenster, das sich, wie früher üblich, nach außen öffnet und trotzdem allen bauphysikalischen und technischen Anforderungen gerecht wird.

  • Man muss es nur finden

    Treibhölzer sind Verwandte der Schneeflocken. Wie sie, sind auch die Holzstücke einzigartig in ihrer Form, lässt die Natur sie irgendwann, irgendwo zur Ruhe kommen. Ihre Bestimmung bleibt unbestimmt.

  • Dan Graham

    Mit Glas, Spiegelglas, Holz und Stahl konstruierte Dan Graham zweigespiegelte Glaspavillons, architektonisch gebräuchliche Räume, die für den Menschen von innen und außen erfahrbar sein sollen.

zuschnitt 29

 

8,00 €
FormatDIN A4
Seiten28
Gewicht0.150kg
ISBN978-3-902320-56-8
AuflageMärz 2008

Online Ausgabe ...

Download (pdf)