Dunkle Schale, Heller Kern
Aufstockung mit Lichthöfen

Jurybewertung
Dreigeschossige Aufbauten werden auf das bestehende Volumen gesetzt, wobei der niedrigste Baukörper als Kulturpavillon formuliert wird. Die neuen Fassaden sind durch Luken und gelbe Markisen charakterisiert, die Horizontalbänder des Bestands werden – im Sinne des Reuse-Gedankens – aufgegriffen und weiterentwickelt. Mit einer öffentlichen Nutzung und parkähnlichen Außenraumqualitäten ist die Erdgeschosszone gemeinschaftlich gedacht und schafft so einen Mehrwert für das gesamte Quartier. Positiv bewertet wird das Fortführen der Bestandsstiegenhäuser. Die neuen Wohneinheiten sind durch vorgelagerte Atrien belichtet und belüftbar, die der Gemeinschaft dienen und die Erschließungsbereiche atmosphärisch und räumlich aufwerten. Die Entscheidung für die Rippenplattendecke und ihre Dimensionierung ist für die diese Spannweite zu prüfen. Der Brandschutz für den Holzbau ist angemessen mitgedacht und die Raummodule für Bad und Garderobe wurden effizient umgesetzt. Weiter ausgearbeitet werden könnte die konstruktive Umsetzung des Laubengangs. In den Aufbauten steckt Verbesserungspotenzial.
Daten zum Objekt
Team
Finn-Matti Hirtz, Zeno Blaas, Jan Ludwig
Hochschule/University
Technische Universität München
Institut/Department
TUM School of Engineering and Design, Lehrstuhl für Architektur und Holzbau und Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion
Betreuung/Tutors
Stephan Birk, Stefan Winter, Tabea Huth, Anna-Maria Brendel, Julian Lukas




