Rudolf Steiner-Schule Wien-Mauer

Daten zum Objekt
Standort
Endresstraße 113, 1230 Wien
Bauherr:in
Rudolf Steiner Schulverein, www.waldorf-mauer.at
Tragwerksplanung
Holzbau KPZT – Kurt Pock Tragwerksplanung, www.kurtpock.at
Holzbau
Handler Bau, www.handler-group.com
Architektur
Dietrich Untertrifaller Architekten, www.dtflr.com
Andi Breuss, www.andibreuss.at
Auszeichnungen
wienwood 2025, Auszeichnung
Fertigstellung
2024
Typologie
Der Schulbetrieb der Rudolf Steiner-Schule im Wiener Stadtteil Mauer ist auf zwei einander gegenüberliegende historische Baukörper aufgeteilt, von denen einer, ein ehemaliges Herrenhaus, nun teilweise rückgebaut und durch einen Erweiterungsbau ergänzt wurde.
Ganz im Sinne der Waldorfpädagogik kamen dabei überwiegend natürliche Baustoffe wie Lehm und Holz zum Einsatz, die insbesondere im Inneren ihre räumliche Wirkung entfalten: Die Innenwände wurden mit Lehmputz oder Lehmbauplatten ausgeführt, wobei für den Lehmputz die vor Ort ausgehobene Erde verwendet werden konnte.
Das Volumen des Neubaus wird mit dem Altbau durch ein neues, alles überspannendes Dach formal vereint. Die neu geschaffenen Klassen- und Horträume befinden sich im ersten Obergeschoss und sind über offene Laubengänge direkt mit dem Garten verbunden.
Besonders bemerkenswert ist das Tragwerk der halb in die Erde eingegrabenen Turnhalle. Auf der Sporthalle sind Klassenräume angeordnet, deren Zwischenwand die Hallenträger in ihrer Mitte belastet. Durch eine statische Kopplung der verleimten Rippenplattendecke über der Turnhalle mit der ebenfalls verleimten und über 16 Meter spannenden Hohlkastendecke über den Klassenräumen werden die beiden Deckensysteme durch die Mittelwand im Obergeschoss zug- und druckfest miteinander verbunden – eine innovative, nicht alltägliche Lösung!
Text: Jury wienwood 25












