Ein Schulbau aus den 1970er Jahren wurde mit einem eingeschossigen Holzhybridbau aufgestockt, um sieben zusätzliche Klassenräume und Flächen für offenes Lernen zu schaffen. Von außen hebt sich der Aufbau durch ein umlaufendes Fensterband und die dunkle Trapezblechfassade klar vom Bestand ab. Eine Attika aus Beton dient als Parapet und Sitzgelegenheit, bietet Schutz vor Brandüberschlag und erlaubt in Kombination mit den massiven Kernen und der weitgehend stützenfreien Dachkonstruktion aus Holz und Stahl eine freie Grundrissgestaltung im Obergeschoss. Die holzsichtige, sheddachartige Konstruktion sorgt für eine gleichmäßige Belichtung und schafft in Kombination mit den Klassentrennwänden aus Brettsperrholz einen Lernort von hoher räumlicher und atmosphärischer Qualität, der eher Atelier- als Schulcharakter hat. Das Projekt trägt ganz besonders zur Förderung und stärkeren Verwendung des Werkstoffs Holz bei. In den Räumen unter dem Dach darf immer der aktuelle Maturajahrgang lernen und sich aufhalten. Diese materiellen und räumlichen Erfahrungen nehmen die Schüler:innen dann ins Berufsleben mit.
Nachzulesen in Zuschnitt 90, Seite 10
Standort: Innsbruck/AT
Bauherr:in: BIG Bundesimmobiliengesellschaft m. b. H., Wien/AT
Architektur: ao-architekten, Innsbruck/AT
Tragwerksplanung: Dipl.-Ing. Alfred R. Brunnsteiner, Natters/AT
Holzbau: Schmid Holzbau GmbH, Frankenburg/AT
Fertigstellung: 2021



