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Arbeiten in der Industriehalle

Alberto Alessi
Erschienen in
Zuschnitt 66: Dichter in Holz
Juni 2017, Seite 18

Das Tecnopolo, ein Technologiezentrum für universitäre Forschung, befindet sich in einer von mehreren aufgelassenen Maschinenbauwerkstätten der ­Officine Meccaniche Reggiane, die entlang der Bahnstrecke in einem inzwischen zentralen Stadtgebiet von Reggio Emilia stehen.

In die sanierte Halle aus Stahl und Ziegel stellte der Architekt Andrea Oliva Holz­kuben. Diese Einbauten ermöglichten eine hohe Baugeschwindigkeit und -flexibilität und schaffen zugleich eine angenehme Raumatmosphäre.
Die Leichtigkeit des Materials, der Kontrast zur umgebenden Stahlkonstruktion, der Komfort der Räume: Aus diesen Gründen wählte der Architekt das Material Holz. Die neuen Einbauten wurden teils mit Brettsperrholz und teils in mit OSB- und Gipskartonplatten beplankten und akustisch gedämmten Holzrahmenbauwänden errichtet.

Das gesamte Projekt entwickelt sich innerhalb der Originalform. Es ist ein „Schachtel in der Schachtel“-System, das immer wieder neue Aussichten, ­Ansichten, kleine Plätze und intime Räume schafft, in denen man gerne einen Moment verweilt, sich bewegt, diskutiert und arbeitet.

Fotos

© Kai-Uwe Schulte-Bunert

Text

Alberto Alessi
  • Architekt, freier Kurator und Kritiker
  • Chefredakteur der Architekturzeitschrift materia|egno

Arbeiten in der Industriehalle

Standort

Via Sicilia 31, Reggio Emilia/IT

Bauherr

Comune di Reggio Emilia, Reggio Emilia/IT

Planung

Andrea Oliva Architetto, Reggio Emilia/IT, www.cittaarchitettura.it

Statik

Timber Design, Florenz/IT, www.timberdesign.it

Holzbau

Sistem Costruzioni S.r.l., Solignano di Castelvetro, Modena/IT, www.sistem.it

Fertigstellung

2013