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Projekt-Datenbank: Architektur, Holzbau

Diese Holzbau-Sammlung zeigt die technischen, gestalterischen und ökologischen Potenziale von Bauen mit Holz. Eines der ältesten Baumaterialien präsentiert sich mit neuen Perspektiven für Architektur und Stadtplanung – ressourcenschonend, smart, nachhaltig und urban. Geordnet nach Kategorien, wird diese Holzarchitektur-Datenbank laufend um aktuelle Bauwerke ergänzt.

Zentrale Einrichtungen und Sprachzentrum, Fachhochschule Weihenstephan

Träger und Stützen aus Lärchenbrettschichtholz bilden das Tragwerk für den zweigeschossigen Gebäuderücken und die eingeschossigen Hörsäle. Die verglasten Flächen sind mit Holzlamellen-Rollos geschützt.

Bauherr

Bayrisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, München

Architektur

Florian Nagler Architekten, München/D

Tragwerksplanung

merz kley partner ZT GmbH, dornbirn; Brandl + Eltsching, Freising

Die neuen Institutsbauten – Hörsäle und Seminarräume mit zentralen Einrichtungen, ein Sprachenzentrum sowie das EDV-Zentrum – für die Fachhochschule Weihenstephan in der Pappelallee liegen auf dem Areal der ehemaligen staatlichen Molkerei Weihenstephan. Mit dem 140 Meter langen, zweigeschossigen Gebäuderücken trägt der Entwurf der Topografiedes Orts, einem leichten, in Nord-Süd-Richtung abfallenden Hang entlang der Straße, Rechnung. Im Inneren läuft die Haupterschließung, die mit Rampen und parallel dazu angeordneten Treppen dem Hang folgt. Über einen mit einer Spalierwand aus Lärchenholz abgetrennten Erschließungsraum wird das nach Süden orientierte, teils auf zwei Geschossen organisierte Sprachen-und EDV-Zentrum bedient. Im nördlichen Teil des Rückgebäudes lagern sich in Ost-West-Richtung verlaufende Hörsäle und Seminarräume in einfachen Einzelbaukörpern an. Kräftige Träger und Stützen aus Lärchenbrettschichtholz bilden das Tragwerk für den zweigeschossigen Gebäuderiegel und die angegliederten eingeschossigen Hörsäle. Ihre Spannrichtungen entsprechen jeweils der Anordnung der vollverglasten und mit Lärchenholz verschalten Fassaden. Die geschlossenen Querwände und die mit Furnierschichtholz beplankten Innenwände steifen die einzelnen Bauteile aus, während die Glasfassade als filigrane Stahlkonstruktion auf die Holzstützen aufgesetzt ist. Die Verwendung von unbehandeltem Holz bei der Verschalung der Gebäude und für die Holzlamellenstores als vorgeblendeter Sonnenschutz erweist den in der Umgebung liegenden Fachbereichen Gartenbau und Landwirtschaft eine Referenz. Mit der Kombination von stabförmigen und flächigen Konstruktionselementen bietet das Projekt nicht nur seiner Größe wegen einen innovativen Beitrag zum modernen Holzbau.

Kategorie: Ausstellung: Bauen mit Holz, Bildung, wooddays.eu Projekte, Vertrautes Material