Zum Hauptinhalt springen
Holzbaupreis

Die besten Holzbauten der Steiermark

©Holzbaupreis Steiermark/g.ott
Beim Holzbaupreis Steiermark 2023 wurden aus 145 Einreichungen 6 Siegerprojekte gekürt und 2 Anerkennungspreise vergeben.

Für die Fachjury standen neben Architektur und Handwerk vor allem die Kriterien Ressourcenschonung und Verdichtung im Fokus. Ausgelobt wurde der Holzbaupreis Steiermark 2023 von der Landesinnung Holzbau und der Initiative "Besser mit Holz".

Haus B16
Private Wohnbauten – Preisträger

Bauherr:in: Stefanie Waßer und Michael Moitzi
Architektur: Plateau – Arch. DI Michael Moitzi
Holzbau: Alpe GmbH
Statik: Plateau – Bmst. DI Martin Knapp

Das innerstädtische Grundstück ermöglicht, eingeengt zwischen den Nachbarn, nur eine begrenzte Bebauung. Hält man die von der Bauordnung vorgegebenen Randabstände ein, so wäre eigentlich der südlich orientierte Garten der Standort des Gebäudes. Jedoch hat das Architekt:innenpaar das eigene Haus optimal in die vorgegebene innerstädtische Lücke zwischen den Nachbargebäuden gesetzt. Das Stadtbild wird perfekt ergänzt und die alten Obstbäume im Garten bleiben erhalten. Der realisierte umbaute Raum wurde bis zum First großzügig ausgenutzt, womit auf kleiner Fläche ein Raumerlebnis erzeugt wurde, welches seinesgleichen sucht.

Zum Obstgarten hin öffnet sich das Haus mit einer Loggia und nutzt so den beruhigten Außenraum, welcher zu jeder Jahreszeit Teil des Wohnraums wird. Zur Straße hin wirkt das Gebäude als schlichtes geschlossenes Volumen, dessen dunkle Holzfassade die Wirkung eines zeitgemäßen Stadthauses schafft.
Die Vorzüge der Brettsperrholzbauweise wurden hier optimal genutzt, um Schalldämmung und Lastabtragung in gekonnter Weise zu bewerkstelligen. Die komplexen planerischen Vorgaben wurden vom ausführenden Holzbaumeister ausgezeichnet umgesetzt und spiegeln ein hohes technisches und handwerkliches Niveau wider. 

Außen wie innen wirkt das Gebäude schlicht. Großzügig und beeindruckend ist der zentrale Wohnraum, der bis in den First offen ist und von einer Galerie im Obergeschoss begrenzt wird. Das Raumangebot erfüllt trotz geringer Nutzfläche exakt die Ansprüche der Familie und beweist eindrucksvoll, dass manchmal weniger auch mehr sein kann.

Low-Budget Haus Feldbach
Private Wohnbauten – Preisträger

Bauherr:in: Sebastian und Ilona Bruckner
Architektur: Habsburg Isele Architekten ZT GmbH & Architektin Ulrike Tinnacher
Holzbau: Ing. Röck GmbH
Statik: thurner engineering
Bauphysik: IBO – Österreichisches Institut für Bauen und Ökologie GmbH

Klein, fein und kostengünstig. Das war die Vorgabe. Ein schwer bebaubares „Restgrundstück“ in Hanglage, der Erhalt des alten Obstbaumbestands und ein sehr enger Budgetrahmen waren die Eckpunkte für den Bau dieses Hauses. Städtebaulich ist es ein Lückenschluss auf einem Geländerücken mit toller Aussicht bis zur Riegersburg. Gekonnt wurden die unterschiedlichen Ebenen des Gebäudes entsprechend dem Höhenverlauf des Geländes versetzt. Somit ergibt sich eine verspielte Raumlandschaft mit Rückzugsorten auf einer „kleinen“ Grundfläche von 105 m² Wohnfläche.

Wie man mit der wertvollen Ressource Holz und auch anderen Baustoffen zukunftsweisend ein günstiges und dennoch qualitätsvolles Wohnhaus erbaut, wird hier auf eindrucksvolle Art vorexerziert. Auf der nahen Säge wurde das Kantholz für die Konstruktion geschnitten, welches von den Holzbau-Meistern hervorragend mit Birkensperrholz kombiniert wurde. Die großteils unbehandelten Holzoberflächen tragen zudem zu einem fantastischen Raumklima bei. Auch von außen ist die Reduktion zu spüren, die jedoch nirgendwo auf Kosten der Qualität geht. Sowohl das Architektenteam als auch die Holzbau-Meister haben sich hier auf das traditionelle Handwerk besonnen und mit einfachen Detailausbildungen ein modernes und sparsames Gebäude geschaffen, welches keine Wünsche offenlässt.
Eine Punktlandung aller an diesem Holzbau beteiligten Personen.

Neues im Dorfzentrum
Mehrgeschossige Wohnbauten – Preisträger

Bauherr:in: AMRE Ges.m.b.H.
Architektur: Lendarchitektur und Scheiberlammer Architekten
Holzbau: Holzbau Horn GmbH
Statik: Lackner Egger ZT GmbH
Bauphysik: Kastner ZT GmbH

Natürlich ist der Begriff der „innerstädtischen Verdichtung“ für das obersteirische Dorf Teufenbach nicht ganz passend. Die beiden mehrgeschossigen Bauten „Neues im Dorfzentrum“ sind aber trotzdem ein ausgezeichnetes Beispiel dafür. Es ist ein Vorzeigeprojekt mit sozialem Mehrwert, architektonisch durchdacht und handwerklich auf höchstem Niveau. Errichtet mitten im Dorf, rahmen die beiden Neubauten gemeinsam mit Pfarrhaus und Kirche den für die Gemeinde neu gestalteten Pfarrplatz, bieten Wohnraum für mehrere Generationen und sind Standort für den Sprengelarzt inkl. Hausapotheke. Der auffallende Laubengang als „Dorfplatzbalkon“ ist Übergang hin zum Privaten. Er ist wesentliches Gestaltungselement des Bauwerks und des öffentlichen Raums. Vom Pfarrplatz abgewandt bietet eine vorgelagerte Balkonzone den Wohnungen einen geschützten Rückzugsraum mit Blick ins Grüne. Das Projekt schafft neben der medizinischen Grundversorgung und dem zentral gelegenen Wohnraum auch ein gelungenes Beispiel einer Dorfkernbelebung durch Baukultur.

Neben der Architektur ist das Holzbau-Handwerk herausragend gelungen. Der Brandschutz wurde schon im Entwurf mitgedacht und tritt im Gesamtprojekt augenscheinlich nicht in Erscheinung. Auf Holzwerkstoffe wurde größtenteils verzichtet, sodass Schnittkantholz und sägeraue Außenschalungen dominieren. Gerade wegen dieses Verzichts haben die Häuser ihren besonderen Charme und spielen alle Stücke des handwerklichen Könnens: traditionelle Zimmermannsverbindungen setzen selbstbewusst gestalterischen Anspruch. Präzise ausgearbeitete Details treffen auf zeitgemäße Umsetzung und Interpretation. Selbstbewusst und selbstverständlich alles in Holz!

Wohnen am Roseggerweg
Mehrgeschossige Wohnbauten – Anerkennung

Bauherr:in: Brucker Wohnbau
Architektur: dreiplus Architekten ZT GmbH
Holzbau: Strobl Bau – Holzbau GmbH
Statik: Baumeister – Ing. Wolfgang Rauch GmbH
Bauphysik: rosenfelder & höfler consulting engineers GmbH & Co KG

Am nördlichen Ortsrand von Kindberg reihen sich an einem an den Wald angrenzenden Geländeplateau fünf dreigeschossige Wohnbauten aneinander, wo zuvor das ehemalige Seniorenheim als länglicher Solitär gestanden ist. Großzügig sind die grünen Abstandsflächen zwischen den Gebäuden, die den Bewohnern als Gartenfläche dienen. Teilweise auf Keller, Bodenplatte und Streifenfundamenten wurden die „leichten“ schlichten Holzbauten rechtwinklig zum Hang gestellt. Zueinander etwas versetzt, fügen sich die neuen Bauten mit der Ausrichtung ihrer Satteldächer hervorragend in die städtische Situation ein.

Qualitativ hochwertiges Bauen unter Einhaltung aller Kostengrenzen im geförderten Wohnbau ist in Holzbauweise möglich. Das zeigt „Wohnen am Roseggerweg“ in Kindberg beispielgebend. Die Wohnqualität in den vorwiegend mit Brettsperrholz errichteten Gebäuden überzeugt gleichermaßen. Die Wohnungstrenndecken in Holz-Sichtqualität zeugen von der hervorragenden Arbeit der Architekten und Fachplaner von der Planung bis zur Ausführung.

Die Planung erfolgte von Anfang an nach den Grundsätzen des Holzbaus. Die Zusammenarbeit des Planungsteams, bestehend aus Architekten, Bauphysik, Statik, Holzbauunternehmen und nicht zuletzt der Auftraggeberin, ist in diesem Prozess entscheidend. Somit konnte der verbreitete Irrglaube, dass ein reiner Holzbau mit Sichtholzoberflächen im Inneren und Holzfassaden mit dem Brand- sowie Schallschutz nicht vereinbar und zudem auch zu teuer wäre, eindeutig widerlegt werden. Alles in allem ein gelungenes Beispiel für 40 Wohnungen im Holzbau.

Voisthalerhütte am Hochschwab
Öffentliche oder gewerbliche Bauten – Preisträger

Bauherr:in: Alpenverein Austria
Architektur/Planung: Dietger Wissounig Architekten ZT GmbH
Holzbau: Steger Bautauf Gmbh
Statik: GDP ZT GmbH, DI Josef Koppelhuber,  FS1 Fiedler Stöffler (Michael Fiedler, Christian Stöffler)
Bauphysik: rosenfelder & höfler consulting engineers Gmbh & Co KG

Wie ein Findling sitzt die neue Voisthalerhütte an der östlichen Geländekante des Hochtals der Oberen Dullwitz. Um den heutigen Anforderungen einer Schutzhütte gerecht zu werden, wurde die bestehende Hütte durch einen Neubau ersetzt, der als Orientierungspunkt zwischen Hochschwab, Wetterkogel, Karlhochkogel und Fölzsattel in Form eines einfachen, klaren Volumens in der beeindruckenden Berglandschaft in Erscheinung tritt. Respekt und Bescheidenheit gegenüber dem Ort und die Einfachheit der Bauaufgabe „Schutzhaus“ wurden sowohl formal nach außen getragen, als auch im Inneren umgesetzt.
Das Raumprogramm ist in der Vertikale über vier Geschosse organisiert und minimiert dadurch die bebaute Fläche sowie Erschließungsflächen. Der über eine großzügige Terrasse an der Westfassade zugängliche Windfang dient bei geschlossener Hütte als Notraum. Um eine zentrale Treppe gruppieren sich im Erdgeschoss der Gastraum und die Küche, in den beiden Obergeschossen die Schlafräume für Gäste und die Hüttenwirte mit kleinen Gemeinschaftssanitäreinheiten. Der Gastraum als zentraler Kommunikations- und Aufenthaltsbereich bietet durch die gezielte Setzung von großzügigen Fensteröffnungen eine atemberaubende Aussicht in die Umgebung und mit Holzoberflächen eine wohnliche Atmosphäre. Die Mehrbettzimmer sind ebenso zur Gänze in Holz ausgeführt und mit unterschiedlichen Größen, Belichtungsöffnungen und Raumhöhen unter dem nach Süden abfallenden Pultdach individuell gestaltet.

Die nach dem heutigen Stand einer energie- und ressourcensparenden Technik konzipierte Schutzhütte wurde mit einem massiven Sockelgeschoss errichtet, in dem die für die Versorgung arbeitssparende Materialseilbahn endet. Die darüberliegenden Geschosse bestehen aus Holzfertigteilen in Brettsperrholz, deren Oberflächen innen sichtbar belassen wurden. Außen wurde eine unregelmäßige Holzschalung aus sägerauen Lärchenholzbrettern vor Ort von den Handwerkern montiert. Die hinterlüftete Fassade verändert sich durch Wetter- und Umwelteinflüsse im Laufe der Zeit, sodass sich das Erscheinungsbild des Gebäudes mit den Jahren identitätsstiftend in seine Umgebung einschreiben wird.

Bauen im hochalpinen Gelände ist eine besondere Herausforderung für die Planenden und die Ausführenden. Bei der Voisthalerhütte wurde sie klug in hoher Präzision bewältigt und räumlich vorbildlich realisiert.

Ressourcenpark Graz
Öffentliche oder gewerbliche Bauten – Anerkennung

Bauherr: Holding Graz – Kommunale Dienstleistungen GmbH
Architektur: planconsort ztgmbh
Holzbau: Rubner Holzbau GmbH

Mit der Fertigstellung des neuen Ressourcenparks im Herbst 2022 gegenüber dem alten, in die Jahre gekommenen Standort in der Sturzgasse ist das zentrale Abfallwirtschafts- bzw. Recyclingzentrum der stetig wachsenden Landeshauptstadt Graz in der Moderne angekommen. Das neue Areal besteht aus Verwaltungsgebäuden (Büro, Aufenthalt, Schulung, Re-Use etc.) und aus den eigentlichen Stoffsammelstellen, welche grob in zwei Außenzonen (Wertstoff- und Reststoff-Zone) untergliedert sind. Dieser Freibereich ist auf zwei Ebenen organisiert und mittels einer geschwungenen Flugdachkonstruktion großflächig überdacht und vor Witterung geschützt.

Die Ausführung dieser Flugdachkonstruktion kann getrost als einer der gelungensten modernen Ingenieurholzbauten im Großraum Graz bezeichnet werden. Die richtige Wahl der Baumaterialien für den richtigen Zweck wird mit dem gedrungenen Stahlbetonsockel in der Verkehrs- und Abladezone, den davon abzweigenden „Kopfbändern“ aus Baustahl und dem eigentlichen Dachwerk aus Brettschicht- und Brettsperrholz eindrucksvoll demonstriert. Dies in Kombination mit einem konsequenten konstruktiven Holzschutz der tragenden Holzbauteile durch Holzwerkstoffplatten führt zu einem wahrlich nachhaltigen – weil dauerhaften – Holz-Hybridbau.

Trotz der großflächigen Überdachung und den gegebenen Spannweitenverhältnissen wirken die Haupt- und Nebenträger aus Brettschichtholz nicht überdimensioniert. Der Bauteilabbund und die statisch-konstruktive Detailausbildung (hocheffiziente Stahlblech-Holz-Verbindungen zur Fügung der primären Tragelemente sowie div. Auflaschungen zur Verstärkung und Stabilisierung dieser) stellen in der gegebenen Qualität den aktuellen Stand der Technik im Ingenieurholzbau dar. Das einzige Manko: Holz hätte verdient, im ganzen Gebäudekomplex eingesetzt zu werden.

Weinhof Locknbauer
Landwirtschaftliche Bauten – Preisträger

Bauherr:in: Lukas Jahn – Weinhof Locknbauer
Architektur: Mascha Ritter Architektur
Holzbau: Muhri-Holz GmbH

Nahe dem Dreiländereck Österreich – Slowenien – Ungarn, im vom Weinbau geprägten Hügelland, präsentiert sich ein landwirtschaftlich genutztes Gebäudeensemble, welches nach den klaren Vorgaben eines jungen Winzers aus dem Altbestand in eine zeitgemäße Produktionsstätte für ausgezeichnete Weine verwandelt wurde. Das Gesamtkonzept wird komplettiert durch die Vermarktung ab Hof, Degustation, Bewirtung und zudem durch die Möglichkeit der Durchführung von Veranstaltungen in – von naturbelassener Fichte und Tanne dominierten – hellen Räumen.

Der Bestand des Stallgebäudes wurde entkernt und bis auf den wertvollen Gewölbeteil reduziert. Dieser dient als zentraler Teil des neuen Gebäudes als Fasslager und auch als fließender Übergang zwischen Produktion und Degustationsbereich. Die Architektur ist ein auszeichnungswürdiges Beispiel, wie sich das Konzept des jungen Weinbauern nach einer transparenten Produktion und nach Anspruch auf Qualität gelungen in einem Bauwerk widerspiegeln kann. Der somit entstandene schlichte Baukörper, der sich in unaufgeregter Form an der traditionellen Struktur der umliegenden Höfe und dem vorgefundenen Bestand orientiert, wird vor allem durch das Holzdachtragwerk als zentralem Gestaltungselement geprägt, welches eine gelungene Kombination aus traditioneller Zimmermannsarbeit und modernem Ingenieurholzbau darstellt. Im Inneren entstand neben den für die Produktion optimierten Räumen auch eine Raumlandschaft als Gästebereich, die innerhalb des großzügigen Raumvolumens Rückzugsbereiche mit einer angenehmen Raumakustik schafft, um in aller Ruhe die Köstlichkeiten der Eigenprodukte im Glas und auf dem Teller zu genießen.

Das Projekt zeigt, wie Qualität in der landwirtschaftlichen Produktion, Planung und Ausführung gelungen Hand in Hand gehen können.

Turnsaal & Musikverein Kirchberg am Wagram

Bauherr:in: Marktgemeinde Kirchberg am Wagram
Architektur: Laurenz Vogel Architekten
Holzbau: Lieb Bau Weiz – Geschäftsbereich Holz Bau Weiz

Mit dem Turnsaal und dem Musikverein in Kirchberg am Wagram wurden zwei unterschiedliche Typologien in einem Gebäude vereint. Der Neubau befindet sich am selben Standort wie der alte Turnsaal und ist durch ein Stiegenhaus mit der Mittelschule verbunden. Das dreigeschossige Gebäude beherbergt den neuen Turnsaal, einen Aufenthaltsraum für die Nachmittagsbetreuung und den Musikverein mit Musiksaal, Probe- und Begegnungsräumen.

Trotz der unterschiedlichen Nutzungen entstand ein Gebäude wie aus einem Guss. Jede Funktion bleibt für sich unabhängig und doch sorgen ausgeklügelte Sichtbeziehungen und Raumkonfigurationen für Begegnung und Synergien. Die Nachmittagsbetreuung teilt sich das Erdgeschoss mit dem Musikverein, während der Luftraum des Turnsaals durch großzügige Glasflächen Ein- und Durchblicke nach draußen auf die Schulfreiflächen und deren großartigen Baumbestand ermöglicht. Der Turnsaal und der Musiksaal sind mit einer Kassettendecke überspannt, die im Turnsaal fast schwebend und im Musiksaal als zentrales Gestaltungselement auch akustisch wirksam wird. Die Räume des Musikvereins liegen im Erd- und Obergeschoss mit einem eigenständigen Eingang. Die Lattenstruktur der Fassade wird an den Innenwänden des Musiksaals als Akustikelement weitergeführt. Die weiteren Räume des Musikvereins sind im Obergeschoß um ein zentrales Atrium angeordnet.

Das bestimmende Bau- und Gestaltungselement ist Holz. Farblich dominieren Weißtanne und Esche. Generell wurde auf die Verwendung von ökologisch nachhaltigen, langlebigen Materialien Wert gelegt. Das Gebäude ist mit Holzlamellen verkleidet, die je nach Betrachtungswinkel und Lichteinfall für ein anderes Erscheinungsbild sorgen. Darüber hinaus dienen die Holzlamellen zur Beschattung, um einer (sommerlichen) Überhitzung des Gebäudes entgegenzuwirken. Es wird bei diesem Projekt ein Raumklima geschaffen, das den Bedürfnissen und dem Wohlbefinden der Nutzer sowie der Gemeinde gleichermaßen Rechnung trägt.