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Was ist eigentlich Holz?

Holz besteht aus Cellulose und Lignin; es enthält zudem Harze, Wachse, Fette, Öle, Stärke, Zucker, verschiedene Mineral-, Gerb- und Farbstoffe sowie Alkaloide. Vor allem das Lignin ist zellenbildend.

erschienen in
Zuschnitt 8 Forst & Holz, Dezember 2002 - Februar 2003
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Was ist eigentlich Holz?

Eigenschaften haben Ursachen. Die immense Vielseitigkeit von Holz entsteht durch die zahllosen Möglichkeiten im Aufbau der Holzgewebe. In den über 350 Millionen Jahren Baumgeschichte hatte die Natur Zeit, unterschiedlichste Feinstrukturen zu erproben.

Es gibt nicht »das typische Holzgewebe«, es gibt Dutzende von spezialisierten Zellen und Zellverbänden. Holz hat eine komplexe Anatomie. Man unterscheidet zum Beispiel Siebröhren, Bastparenchyme, Hoftüpfel, Harzkanäle, Meristeme, Holz, Tracheiden - um nur ein paar wenige Details zu nennen. Die Formen richten sich dabei nach den Aufgaben, ob Zellen und Gewebe Speicher-, Leit-, Wachstums- oder Festigkeitsfunktionen übernehmen.

Holz besteht aus Cellulose und Lignin; es enthält zudem Harze, Wachse, Fette, Öle, Stärke, Zucker, verschiedene Mineral-, Gerb- und Farbstoffe, sowie Alkaloide. Es ist vor allem das Lignin, das aus einer gewöhnlichen Pflanzenzelle die Zelle eines Holzes macht. Lignin (von lateinisch lignum, das Holz) ist nach der Cellulose der mengenmäßig wichtigste Rohstoff im Pflanzenreich, 20 bis 40 Prozent vom Trockengewicht des Holzes bestehen aus diesem Verholzungsstoff; bei Nadelhölzern ist der Anteil höher als bei Laubhölzern. Der komplexe und hochpolymere Stoff ist chemisch und physikalisch fest mit der Cellulose verbunden und macht sie stabil und druckfest. Durch die Ligninbildung verholzen unterschiedliche Pflanzenteile, nicht nur der Stamm. Auch feinste Triebe, Würzelchen, Nussschalen und Zapfen, überhaupt viele Früchte und Samen enthalten Lignin.

Erschienen in

Zuschnitt 8
Forst & Holz

Eines leistet der Wald konstant - seine Bäume wandeln schädliches Kohlendioxid in lebensnotwendigen Sauerstoff um und produzieren aus dem Wasser und den Nährstoffen des Bodens Holz, Rinde und Laub. Die wirtschaftliche wie die kulturelle Bedeutung des Waldes unterliegt hingegen dem Zeitenwandel wie seine Erscheinung und die Waldbewirtschaftung. Heute ist aus der Forst- und Sägewirtschaft ein hochtechnisierter Industriezweig geworden, in dem neue Methoden und Technologien die Wertschöpfungskette des Rohstoffs Holz vom Wald bis zur Weiterverarbeitung optimieren.

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Zuschnitt 8 - Forst & Holz