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Zum Thema

Hans Michael Offner
Erschienen in
Zuschnitt 34: Schichtwechsel
Juni 2009, Seite 3

Seit Jahren fördern Länder und Gemeinden die thermische Sanierung, vor zwei Monaten startete die entsprechende Bundesförderung. Diese bauliche Verbesserung gilt als effektives Mittel, den CO2-Ausstoß zu reduzieren, Arbeitsplätze zu sichern, die Heizkosten privater Haushalte zu senken und nicht zuletzt die Wirtschaft anzukurbeln. Die Maßnahme tritt zu einem Zeitpunkt in Kraft, zu dem die wirtschaftliche Situation schwierig ist und die Zahl der sanierungsbedürftigen öffentlichen und privaten Bauten einen Höchststand erreicht hat. Es ist also in mehrfacher Hinsicht wichtig und richtig, thermische Sanierungen in großem Maßstab durchzuführen und die vorhandene Bausubstanz energetisch zu erneuern.

Aber nicht nur aus der Sicht der Holzwirtschaft geht es dabei neben Fragen der Energie auch um solche der Ökologie, Nachhaltigkeit und hochwertigen Technologien. Das Thema muss deshalb mit vereinten Kräften nach innen und außen kommuniziert werden, damit Holz in diesem Zusammenhang wahrgenommen und seine Verwendung forciert wird. Denn das zu erwartende Sanierungsaufkommen ist eine Chance für die Holzwirtschaft und die Umwelt. Daher müssen zum einen die Unternehmen der Holzwirtschaft dazu aufgerufen werden, diese Chance nicht ungenutzt zu lassen und entsprechende Dämm- und Fassadensysteme auf den Markt zu bringen, zum anderen muss auch die Politik mit ins Boot geholt werden, damit die Gesichtspunkte der Nachhaltigkeit und der Ökologie im Interesse aller berücksichtigt werden.

Text:
KommR DI Hans Michael Offner
ist stellvertretender Vorsitzender des Fachverbandes der Holzindustrie Österreichs und von FHP – Kooperationsplattform Forst Holz Papier.