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Baulücken-Wohnen in Berlin

Anne Isopp
Erschienen in
Zuschnitt 66: Dichter in Holz
Juni 2017, Seite 14

Im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg steht ein langer, ­schmaler (47,3 x 13 Meter) und bis zu sieben Geschosse hoher Gebäuderiegel aus Holz in einer Baulücke. Der Bauteil zur Straße ist in Holzmassivbauweise mit Brettsperrholzelemen­ten errichtet, der Hinterhoftrakt in Holzrahmenbauweise, alle Decken sind Holz-Beton-Verbunddecken. Die Vorfertigung ermöglichte eine extrem kurze Bauzeit vor Ort und kam damit den örtlichen Gegebenheiten sehr entgegen: Das extrem ­enge Grundstück und die innerstädtische Situa­tion boten wenig Lagerungsmöglichkeiten und stellten höchste Anforderungen an eine punktgenaue Logistik.

Die Lkws kamen mit den vorgefertigten Elementen und die Arbeiter versetzten diese just in time, wodurch die Verkehrsbehinderung und die Belästigung der Anrainer gering ge­halten werden konnten. Eine außen liegende, massive und vom Neubau abgerückte Treppen- und Laubenganganlage bewahrt den Charme und die Durchlässigkeit der ehemali­gen Baulücke.

Fotos

© Bernd Borchardt

Wohnbau c13 in Berlin

Fertigstellung

November 2013

Standort

Berlin/DE

Text

Anne Isopp

ist freie Architekturjournalistin. Sie studierte Architektur an der TU Graz und TU Delft und Qualitätsjournalismus an der Donau Universität Krems. Sie war von 2009 bis 2020 Chefredakteurin der Zeitschrift Zuschnitt.