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Bautechnikzentrum TU-Graz, Graz, Steiermark

erschienen in
zuschnitt 3 Flächige Vielfalt, September - November 2001
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Das Dachtragwerk der zentralen Versuchs- und Prüfhalle des Bautechnikzentrums der TU Graz wurde mit einer innovativen Konstruktion ausgeführt. Sie besteht aus punktgestützten, orthotropen Massivholzplatten mit ca. 22m Spannweite - eine räumliche Fachwerkkonstruktion, für deren Obergurt das flächige Bauelement Brettsperrholz verwendet wurde. Die restlichen Fachwerkteile wurden in Stahlbau ausgeführt. Der Obergurt erfüllt mit einer Plattenstärke von nur 12,5cm eine Vielzahl von Funktionen. Durch die vorgefertigten Plattenelemente konnte eine relative starre Dachscheibe erzielt werden, mit der es möglich war, die Scheibenlasten des Daches in wenige Aussteifungspunkte zu leiten. Damit konnten die Wände als schlanke Pendelstützen und die Stirnseiten ganz ohne Aussteifung ausgeführt werden, wodurch die Halle in beiden Längsrichtungen erweiterbar bleibt.

Konstruktion transparent gemacht
Text: Karin Tschavgova (Zeitschrift Zuschnitt 3, 2001; Seite 16ff.)

Bauechnikzentrum TU-Graz

Skizzen zum Projekt

Architekt
Werner Kampits

Bauherrnschaft
BIG-Bundesimmobilien-gesellschaft mbH

Standort
Graz, Steiermark

Fertigstellung
2001

Tragwerksplanung
Institut für Holzbau und Flächentragwerke
Institut für Betonbau

Ausführung
Holzbau Fa. Stingl GmbH, Trofaiach

Holzeinsatz
Halle 423m³
(0,022kg/m³ umbauter Raum)

Stahl insgesamt
13.300kg (0,7kg/m³ umbauter Raum)

Werner Kampits
Arch. Dipl.-Ing.
Seit 1990 Architekt.
1985 - 1991 Mitarbeit im Büro Univ.Prof.Dipl.-Ing.Dr.tech. Horst Gamerith in Graz.
Seit 1991 Partner und seit 1996 Geschäftsführer.
Der Schwerpunkt des Büros liegt im konstruktiven Hochbau.
1999 Preisträger des Steirischen Holzbaupreises für den Billa-Verkaufsmarkt in Graz- Andritz und für die Wohnanlage Bärnbach.
2001 Preisträger des Steirischen Holzbaupreises für das Bautechnikzentrum der TU Graz

Kampits & Gamerith
Nibelungengasse 76
A-8010 Graz
T +43 (0)316/327 589
F +43 (0)316/327 589-22
office@kampits.at

Erschienen in

zuschnitt 3
Flächige Vielfalt

Flächen in Holz versuchen heute, konstruktive wie bauphysikalische Fragen und jene des Holzschutzes kompakt und vereinfacht zu lösen. Damit sind sie dem Massivbau näher als der Zimmermannstradition. Neue Holzwerkstoffe und -technologien setzen bisherige Grundlagen des Holzbaus außer Kraft, weil die Platten-Tektonik die klassische Trennung der tragenden, aussteifenden und schützenden Funktion einzelner, geschichteter Elemente obsolet macht. Zuschnitt untersucht, ob und wie Plattenbau und Elementbauweise die Fläche als architektonisches Element neu definiert und das Erscheinungsbild von Holzbauten verändert.

8,00 €

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zuschnitt 3 - Flächige Vielfalt