Zum Hauptinhalt springen

Das Gästebett

Multifunktionales Gästebett, entworfen von Karl-Heinz Gasser aus Hirschau: Mit einem einfachen Handgriff wird das drehbare Verschlussteil zum Fuß und aus der schlicht gestalteten Sitzbank ein Doppel- oder Einzelbett.

erschienen in
Zuschnitt 5 Holz zu Gast, März - Juni 2002
Sie besuchen eine Archiv-Seite. Möglicherweise sind nicht alle Darstellungen korrekt.

Den Anspruch, Möbel für alle zu machen, kann ein multifunktionales Gästebett von Karl-Heinz Gasser in mehrerer Hinsicht einlösen. Mit einem einfachen Handgriff wird das drehbare Verschlussteil zum Fuß und aus der schlicht gestalteten Sitzbank ein Doppel- oder Einzelbett. Als Leichtgewicht auf Rollen ist das Möbel nach Bedarf im Hotel- oder Wohnbereich einsetzbar. Die Wandelbarkeit betrifft nicht nur die Erscheinungsform und den Standort, variabel sind auch Ausführung und Preis. Der Rahmen ist - natur oder farbig deckend lackiert - in Fichte, Tanne oder Pappel (als Sperrholzsandwich), die Matratzenteile sind in Schaumstoff, Latex oder Mikrofederkern in nacktem Rohbezug oder mit abnehmbarem Polsterüberzug zu haben. Angesprochen ist eine breite Klientel, die der gedankenlos produzierten Massenware überdrüssig ist.

Gästebett, 200 x 140 x 46,5 cm Fichte natur massiv, Latex, Polsterstoff Fa. Backhausen

Hersteller
Michael Kaufmann
Kaufmann Zimmerei Tischlerei
Nr. 116
6870 Reuthe
T +43 5514 2209
F +43 5514 3275
info@kaufmannzimmerei.at
http://www.kaufmannzimmerei.at

Entwurf
Karl-Heinz Gasser, Hirschau


verfasst von

Renate Breuß

freiberufliche Kunsthistorikerin, Lehrbeauftragte für Kultur, Design und Wahrnehmung an der Fachhochschule Vorarlberg. Bücher und Beiträge zur Kultur des Bauens und zum Handwerk, zur Theorie des Kochens. Bis 2016 Geschäftsführerin Werkraum Bregenzerwald.

Erschienen in

Zuschnitt 5
Holz zu Gast

Es gibt sie, die Bauten für Gäste, die beweisen, dass touristische Begehrlichkeiten nicht mit falscher Heimeligkeit, sinnentleerter Symbolik und billigen Repliken erfüllt werden müssen. Mit »Zeitgemäßer Architektur im Tiroler Stil« und künstlicher »Dorfplatzidylle« herrscht dennoch immer noch mehr Schein als Sein. Umso wichtiger sind jene, die versuchen, diese Front zu durchbrechen und zu einer Architektur – auch in Holz – zu stehen, die in heutiger Sprache auf das Besondere von Orten antwortet, dabei auf Traditionen, Erinnerungen und Sehnsüchte eingeht. Bewahren heißt nicht konservieren, sondern das Erhaltenswerte weiterentwickeln.

8,00 €

Zum Produkt   Download

Zuschnitt 5 - Holz zu Gast