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Entspannung pur

Baubiologie und Nachhaltigkeit bestimmen das Programm der HolzWerkstatt Markus Faißt in Hittisau: Das zerlegbare Doppelbett ist in Bregenzerwälder Bergahorn (mondphasenbeachteter Winterschlag) gefertigt.

erschienen in
Zuschnitt 5 Holz zu Gast, März - Juni 2002
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Der Bregenzerwald wirbt mit »Natur und Leben«, das Handwerk liefert mitunter die Grundlage. Baubiologie und Nachhaltigkeit bestimmen das Programm der HolzWerkstatt Markus Faißt in Hittisau. Das zerlegbare, leicht aufstellbare Doppelbett ist in Bregenzerwälder Bergahorn (mondphasenbeachteter Winterschlag) gefertigt. Gezinkt und verzapft sind Rahmen, Unterkonstruktion und Betthaupt völlig metallfrei verbunden und die den gesunden Schlaf beeinträchtigenden Störfaktoren ausgeschaltet. So ein Bett entsteht nicht von heute auf morgen. In intensiver Zusammenarbeit mit den Kuratoren erfährt die vorhandene Grundkonzeption eine Verfeinerung, werden erste Prototypen auf Herz und Niere geprüft und überarbeitet, Detailfragen wie Betthöhe und Sitzkomfort mit Physiotherapeuten gelöst. Das Ergebnis ist ein alltagstaugliches Möbel, das in seinem ästhetischen Anspruch weit mehr als das Auge befriedigt. Eine Frühstückspension am Attersee hat die ersten Betten schon geordert.

Doppelbett, 200 x 180 cm Bregenzerwälder Bergahorn, gewässert

Hersteller
Markus Faisst
Holzwerkstatt
Nussbaum 361
6952 Hittisau
T +43 5513 62 54
F +43 5513 62 54 - 4
mail@holz-werkstatt.com
http://www.holz-werkstatt.com

Entwurf
Adolph Stiller, Wien u. Markus Faißt, Hittisau

 


verfasst von

Renate Breuß

freiberufliche Kunsthistorikerin, Lehrbeauftragte für Kultur, Design und Wahrnehmung an der Fachhochschule Vorarlberg. Bücher und Beiträge zur Kultur des Bauens und zum Handwerk, zur Theorie des Kochens. Bis 2016 Geschäftsführerin Werkraum Bregenzerwald.

Erschienen in

Zuschnitt 5
Holz zu Gast

Es gibt sie, die Bauten für Gäste, die beweisen, dass touristische Begehrlichkeiten nicht mit falscher Heimeligkeit, sinnentleerter Symbolik und billigen Repliken erfüllt werden müssen. Mit »Zeitgemäßer Architektur im Tiroler Stil« und künstlicher »Dorfplatzidylle« herrscht dennoch immer noch mehr Schein als Sein. Umso wichtiger sind jene, die versuchen, diese Front zu durchbrechen und zu einer Architektur – auch in Holz – zu stehen, die in heutiger Sprache auf das Besondere von Orten antwortet, dabei auf Traditionen, Erinnerungen und Sehnsüchte eingeht. Bewahren heißt nicht konservieren, sondern das Erhaltenswerte weiterentwickeln.

8,00 €

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Zuschnitt 5 - Holz zu Gast