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Bauphysik der Außenwand

Erschienen in
Zuschnitt 43: Die Außenwand
September 2011, Seite 6

Für die Berechnungen der auf dieser und auf den folgenden Seiten dar­gestellten Wandaufbauten wurden folgende Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten angenommen:
innen: 20°C/55% Luftfeuchtigkeit
außen: -10°C/80% Luftfeuchtigkeit

Temperaturkurve mit Taupunkt

Die Luft kann unterschiedlich viel Feuchtigkeit aufnehmen.Je kälter sie wird, desto weniger Wasser kann sie in Form von Dampf speichern. Die Temperatur in den einzelnen Bauteil­schichten sinkt von innen nach außen. Der durch die Bauteilschichten diffundierende Wasserdampf wird also nach und nach abgekühlt. Ist der Sättigungspunkt erreicht, kann die Luft kein Wasser mehr aufnehmen, das überschüssige Wasser fällt als Kondensat aus. Diesen Punkt nennt man Taupunkt.

 

Vorhandener und gesättigter Dampfdruck

Der Wasserdampf diffundiert vom Warmen zum Kalten, jede Wandschicht setzt dieser Wasserdampfdiffusion einen entsprechenden Diffusionswiderstand entgegen. Dort, wo der Taupunkt liegt, tritt Wasserdampf als Kondensat aus. Um die kälteren Wandschichten vor einer Durchfeuchtung zu schützen, muss eine Dampfbremse auf der warmen Seite der Wand liegen. Zu sehen sind hier der Sättigungsdampfdruck (psat) in Abhängigkeit von der Lufttemperatur und ein vorhandener Dampfdruck (p). Bei Überschneidung der beiden Kurven tritt so viel Wasser als Kondensat aus, bis wieder 100 Prozent relative Luftfeuchtigkeit erreicht sind.