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Drei Brandschutzexperten im Gespräch

Holz brennt überall gleich, und doch unterscheiden sich die nationalen Herangehensweisen

Anne Isopp
Erschienen in
Zuschnitt 77: Brandrede für Holz
März 2020, Seite 14ff.

Entwicklung der Brandschutzvorschriften
So hoch darf man mit Holz bauenohne Zusatzauflagen

Auch in Deutschland ist die Baugesetzgebung Ländersache. In immer mehr Bundesländern ist es möglich, mit Holzbau ohne Kapselung bis zu einem Fluchtniveau von 22 Metern zu bauen. Auch für die Musterbauordnung liegt inzwischen ein Entwurf vor, der eine Abweichung für das Bauen mit Holz bis zur Hochhausgrenze erlaubt.

Die Schweiz hat als erstes Land ein materialunabhängiges Sicherheitsniveau eingeführt. Damit können Holzbauteile in allen Gebäudekategorien und Nutzungen eingesetzt werden.

In Österreich ist die Baugesetzgebung Ländersache. Die hier gezeigten Angaben gelten für Wien. Die OIB-Richtlinie 2 zum Thema Brandschutz kann und wird in den meisten Bundesländern als Basis für die länderspezifischen bautechnischen Vorschriften herangezogen. Die letzte Änderung der OIB von 2015 hat vor allem in der Gebäudeklasse 5 Erleichterungen für den Holzbau mit sich gebracht.

Holz brennt überall gleich, und doch gibt es unterschiedliche Einschätzungen der Brandgefahr. Unterschiedliche Denk- und Herangehensweisen führen zu unterschiedlichen Brandschutzverordnungen. Wir haben dazu die Brandschutzexperten Stefan Winter aus Deutschland, Reinhard Wiederkehr aus der Schweiz und Frank Peter aus Österreich befragt.

Text

Anne Isopp

leitende Redakteurin der Zeitschrift Zuschnitt

redaktion@zuschnitt.at
mail@anneisopp.at