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Illwerke Zentrum Montafon

erschienen in
Zuschnitt 54 Holzdecken, Juni 2014

Daten zum Objekt

Standort

Vandans/AT Google Maps

Bauherr:in

Vorarlberger Illwerke AG, Bregenz/AT, www.illwerke.at

Architektur

Hermann Kaufmann+Partner zt GmbH, Schwarzach/AT, www.hkarchitekten.at

Statik

Merz Kley Partner, Dornbirn/AT, www.mkp-ing.com

Holzbau

Sohm Holzbautechnik GmbH, Alberschwende/AT, www.sohm-holzbau.at

Fertigstellung

2013

Holz-Beton-Verbund-Rippendecke, vorgefertigt

Das Illwerke Zentrum Montafon vom Architekturbüro Hermann Kaufmann ist ein Büroneubau mit 10.000 m2 Nutzfläche und einer Länge von 120 Metern, am Ufer eines Speicherbeckens des Wasserkraftwerks Rodund gelegen. Es wurde als LCT-(LifeCycleTower-) Systembau errichtet, einem modularen Holz-Hybrid-Bausystem mit besonders hohem Vorfertigungsgrad, sichtbarer Holzkonstruktion und – aufgrund der Skelettstruktur – großer Flexibilität während der gesamten Lebensdauer. Das kommt den 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugute, die in die Bürokonzeption mit einbezogen waren und deren Arbeitsplätze – trotz eindeutig definierter Vorder- und Rückseite – prinzipiell gleichwertig sind und einen starken Landschaftsbezug aufweisen.

Die schall- und brandschutztechnischen Anforderungen sind trotz der sichtbaren, nicht beplankten Holzkonstruktion gewährleistet – nicht zuletzt aufgrund des Einsatzes von Holz-Beton-Verbunddecken. Diese liegen auf verleimten, in die Fassade integrierten Holzstützen auf, werden in der Mittelachse von Stahlträgern gehalten und von mit Beton gefüllten Stahlsäulen gestützt. Dort, wo die Decken auf den in der Fassade integrierten Holzstützen aufliegen, trennt der Betonteil die Geschosse voneinander, was neben der vorgehängten Brandschürze im Fassadenbereich und einer Sprinkleranlage die Brennbarkeit des Baustoffs kompensiert. Im Detail bestehen die bis zu 8,10 Meter überspannenden Geschossdecken aus Elementen zu jeweils vier Doppelbalken, einer 8 cm starken Betonauflage und einem Hohlraumboden. Zwischen den Balken hängen Heizkühl-Elemente mit einer Bekleidung aus beschichtetem Lochblech. Die Gesamtbreite der Elemente beträgt 3 Meter, was auf dem Büroraster des Systems beruht.


verfasst von

Eva Guttmann

2004 – 09 Chefredakteurin der Zeitschrift Zuschnitt, 2010 – 13 Geschäftsführerin des HDA, Haus der Architektur in Graz. Freischaffende Autorin, Herausgeberin, Redakteurin und Verlagsrepräsentantin für Park Books Zürich; lebt und arbeitet in Graz und Wien.

Erschienen in

Zuschnitt 54
Holzdecken

Im Holzbau gibt es eine große Vielfalt an Deckensystemen. Ob große oder kleine Spannweiten, ob mit sichtbarer oder unsichtbarer Holzkonstruktion – die Möglichkeit der Vorfertigung, die trockene Bauweise, die Einsparung von Gewicht und die Vorteile in der Ökobilanzierung haben alle Decken aus Holz gemeinsam.

8,00 €

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Zuschnitt 54 - Holzdecken

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